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BMEL-Förderaufruf: Optimierung der Biomethan-Erzeugung

Art:
Förderprogramm
Einreichungsfrist:
Förderung durch:
BMEL
Reichweite:
Deutschland

Biomethan ist ein vielseitiger flexibler Energieträger dessen Nutzung effektiv zum Gelingen der Energiewende und zur Dekarbonisierung des Energiesystems beitragen kann. Einsatzmöglichkeiten in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr bieten enormes Potenzial für die Sektorkopplung. Dazu kann Biomethan in der chemischen Industrie als Alternative zu fossilen Rohstoffen eingesetzt werden. Um dieser Bedeutung gerecht zu werden, beabsichtigt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Forschungs- und Entwicklungs (FuE)-Vorhaben im Rahmen dieses Förderaufrufes zu initiieren.

Seit dem Bau der ersten Biomethananlage 2006 in Pliening sind bisher etwa 200 weitere Anlagen in Deutschland in Betrieb gegangen. Veränderte Rahmenbedingungen und niedrige Preise fossiler Rohstoffe führten in den letzten Jahren zu neuen Herausforderungen und einem insgesamt deutlich verlangsamten Ausbau. Um die ambitionierten Klimaziele und die angestrebte Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien zu erreichen, ist es allerdings erforderlich, die durchaus vorhandenen Potenziale zu erschließen. Nach aktuellen Veröffentlichungen wird von einem Biomethan-Potenzial von 10,3 Mrd. m3 pro Jahr ausgegangen, dieses entspricht etwa 100 TWh, die bis 2030 in das deutsche Gasnetz eingespeist werden können. Ende 2018 wurden allerdings erst 10 % davon realisiert. Förderliche Rahmenbedingungen sind daher notwendig, um die Vorteile von Biomethan zu nutzen. Biomethan liefert zuverlässig Energie, ist langfristig speicherbar und kann flexibel zur Strom- und Wärmeerzeugung, als Kraftstoff oder als Grundbaustein für die chemische Industrie eingesetzt werden.

Zur Unterstützung der Weiterentwicklung in diesem Bereich beabsichtigt das BMEL mit diesem Förderaufruf die Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu forcieren. Gesucht werden Konzepte, Maßnahmen und technische Lösungen mit deutlichen Verbesserungen zum Stand der Technik im Bereich der Biomethanerzeugung.
Im Fokus des Förderaufrufes stehen Untersuchungen zur Effizienzsteigerung, zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und zur Verringerung von Emissionen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden FuE-Maßnahmen zur Umrüstung von Bestands-Biogasanlagen mit Stromerzeugung auf die Biomethanproduktion. Dieses kann für eine Anzahl von Anlagen durchaus ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell sein. Bisher ist allerdings die Aufbereitung kleinerer Gasmengen nicht wirtschaftlich und auch die Zusammenführung des Rohgases an zentralen Standorten spielt kaum eine Rolle. In diesen Bereichen gilt es, neue Ideen voranzubringen und Bestehendes zu verbessern.

Insbesondere werden Vorhaben zu den folgenden Themenbereichen und den aufgeführten Teilaspekten gefördert:

  • Flexibilisierung und Effizienzsteigerung
  • Minderung von Emissionen bei der Biomethan-Bereitstellung
  • Umrüstung von Vor-Ort-Verstromungs(VOV)-Biogasanlagen (nur FuE)

Projektskizzen können bis zum 15.07.2020 bei der FNR eingereicht werden. Die Begutachtung und Bewertung erfolgt nach dem Einsendeschluss. Mittel für eine Förderung im Rahmen dieses Aufrufes stehen nur begrenzt zur Verfügung, es gilt der Haushaltsvorbehalt.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/datenbank/foerderung/bmel-foerderaufruf-optimierung-der-biomethan-erzeugung