zum Inhalt springen
Powered by

Holzbau als Bestandteil des kommunalen Klimaschutzes

Aufruf für kommunale Ideen zur Entwicklung innovativer Holzbau- und Hybridprojekte wie Quartiere, eigene Liegenschaften oder zur Kommunikation

Art:
Wettbewerb
Einreichungsfrist:
Förderung durch:
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR)
Reichweite:
Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg ruft seine Kommunen (Städte, Gemeinden und Landkreise) auf, innovative Projektideen zum Holzbau einzureichen. Im Rahmen der Holzbau-Offensive des Landes Baden-Württemberg werden Kommunen bei der Entwicklung von Mechanismen und Wegen, die zur Umsetzung von Holzbauprojekten führen, finanziell unterstützt. Für den Ideenaufruf und die zugehörigen Förderverfahren stehen insgesamt 6,5 Mio. Euro zur Verfügung. Der Ideenaufruf erfolgt durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR).

Unterstützung von kommunalen Ideen, Konzepten, Strategien, Ansätzen und Projekten

Um möglichst viele Kommunen anzusprechen, wurde ein zweistufiges Verfahren für die Bewerbung entwickelt. In der ersten Stufe muss durch die Kommunen lediglich eine Ideenskizze über unseren Online-Antrag eingereicht werden. Hier können max. 25 Kommunen eine finanzielle Unterstützung erhalten, um die Ideenskizzen weiter zu vertiefen und daraus ein Umsetzungskonzept zu entwickeln. In der zweiten Stufe werden die Umsetzungskonzepte aus der Stufe 1 begutachtet, von denen werden max. 15 bei der Umsetzung der Projektskizze finanziell unterstützt.

Wichtig: Online-Einreichungsschluss für Stufe 1 ist der 21. Dezember 2020. Durchführungs- und Bewilligungszeitraum für diese Stufe ist voraussichtlich von Februar bis Mai 2021.

Hinweis: Zur Förderung konkreter Bauvorhaben der Kommunen steht weiterhin das Holz Innovativ Programm zur Verfügung.

Ziel des Aufrufs

Das Land möchte Kommunen dabei unterstützen, Mechanismen und Wege zur Schaffung von Holzbau- und Hybridprojekten zu entwickeln. Hierzu werden kommunale Ideen wie Konzepte, Strategien, Planungsansätze und Projekte gefördert. Die Kommunen sollen in ihrer Rolle als Impulsgeber und Vorbild bei der Verwendung von Holz als Baumaterial unterstützt werden. Mit dem Aufruf soll der kommunale Klima- und Ressourcenschutz gestärkt werden.

Zielgruppe

Am Ideenaufruf teilnehmen können Städte, Gemeinden und Landkreise (Kommunen) aus Baden-Württemberg.

Die im Rahmen dieses Ideenaufrufs geförderten Vorhaben müssen im nicht-wirtschaftlichen Bereich der Kommunen durchgeführt werden. Übt eine Kommune auch wirtschaftliche Tätigkeiten aus, muss sie über deren Finanzierung, Kosten und Erlöse getrennt Buch führen, um die Verwendung, der im Rahmen dieses Ideenaufrufs gewährten Zuwendung, im nicht-wirtschaftlichen Bereich nachweisen zu können.

Eine Zusammenarbeit und Kooperation mit Dienstleistern ist im Wege der Auftragsvergabe möglich. Dies können z.B. kommunale Unternehmen, kommunale Planungs- und Verwaltungsverbände, Planungsbüros, Beratungsunternehmen, Hochschulen und wissenschaftliche Institute, etc. sein.

Förderfähige Projektideen und Kategorien

Gesucht werden kommunale Mechanismen und Wege beim Planen, Konzipieren und Bauen mit Holz im Hochbau. Kommunen haben die Möglichkeit in unterschiedlichen Kategorien, d.h. von der Entwicklung eigener Liegenschaften über die Planung von Entwicklungsgebieten (z.B. Wohn- und Gewerbegebiete) bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit, Projektideen zur Förderung einzureichen. Die einzureichenden Ideen sollen einen motivierenden, vorbildlichen, übertragbaren und anregenden Charakter für andere Kommunen aufweisen. Es können hierbei sowohl Einzelobjekte wie auch Quartiers- und Siedlungsansätze, Beratungs- und Qualifizierungsangebote (intern wie extern), Kommunikationsstrategien und Öffentlichkeitsarbeit im Fokus liegen. Aber auch andere Formate sind denkbar, die sich positiv auf eine vorbildliche Funktion beim Bauen mit Holz auswirken. So sind Projektideen zur Nutzung von Holz im Mehrgeschosswohnungsbau ebenso wie Ansätze zur Innenentwicklung von Kommunen im Interesse des Aufrufs. Der Aufruf richtet sich ebenso an Projekte, in denen Holz in Kombination mit anderen Baumaterialien verwendet wird (z.B. Hybridbauweise).

Der Schwerpunkt der Förderung liegt dabei in der Entwicklung innovativer Wege und Mechanismen. Die investive Umsetzung ist nachrangig. Zur Förderung innovativer Einzelbauvorhaben der Kommunen wird auf das attraktive Holz Innovativ Programm des MLR verwiesen.

Bei diesem Ideenaufruf haben die Kommunen die Möglichkeit, ganz neue Ansätze zu entwickeln und einzureichen. Ebenfalls ist es möglich, Projektideen vorzulegen, die bereits in groben Zügen vorliegen und weiter ausgearbeitet werden. Dabei kann eine Kommune mehrere Projektideen einreichen; von denen jedoch maximal eine gefördert wird.

Im Rahmen des Ideenaufrufs können Projektideen in vier Kategorien eingereicht werden:

a) Entwicklung und Konzeption des Baus und der Sanierung eigener Liegenschaften

b) Instrumente und Ansätze der Stadtplanung /-entwicklung

c) Information, Beratung und Aufklärung Bauwilliger durch die Kommunen (Kommunikation)

d) Sonstiges/Sonderweg

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/datenbank/foerderung/holzbau-als-bestandteil-des-kommunalen-klimaschutzes