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Baden-Württemberg und seine Forscher

Die Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Land decken die gesamte Bandbreite an Forschungsthemen ab, die für die Bioökonomie wichtig sind: Dazu zählen insbesondere Agrarwissenschaft, Forstwissenschaft, Bodenkunde, Kunststofftechnologie, Werkstoffwissenschaften, Textiltechnik, Energie, Lebensmitteltechnologie, Wirtschaftswissenschaften, Chemie, Biologie, Biotechnologie, Ökologie, Ethik.

Baden-Württemberg hat 2012 auf Initiative des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) einen Strategiekreis Bioökonomie ins Leben gerufen. Im Strategiekreis waren Experten aus Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungsrichtungen vertreten, die eine Bestandsaufnahme für Baden-Württemberg im Bereich der Bioökonomie durchführten.

Sie analysierten Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für eine ganze Reihe von Aspekten der Bioökonomie. Der Strategiekreis schlug dem MWK drei Forschungsfelder vor, in denen die Bioökonomie im Land kurz-, mittel- und langfristig vorangetrieben werden soll.

Im Sommer 2013 beschloss das MWK das „Forschungsprogramm Bioökonomie Baden-Württemberg". Es setzt die vom Strategiekreis entwickelte Forschungsstrategie um und sieht sowohl Forschungsprojekte als auch strukturelle Maßnahmen vor. Das Programm ist auf fünf Jahre angelegt und wird vom MWK finanziert. Die Schwerpunkte liegen auf den Themen Biogas, Lignozellulose und Mikroalgen.

Aktuelle Forschungsthemen

  • Fachbeitrag - 18.11.2013

    Wie kann sich eine Pflanze erfolgreich ansiedeln? Diese Frage beschäftigt nicht nur Hobbygärtner, sondern auch Prof. Dr. Mark van Kleunen, Professor für Ökologie an der Universität Konstanz. In einer Feldstudie hat er untersucht, welche Faktoren den Ansiedlungserfolg von Pflanzenarten bestimmen können. Dazu hat er 93 Arten hinsichtlich ihrer Eigenschaften, wie Keimung, Widerstandsfähigkeit gegen Fraßfeinde oder Wachstum, verglichen. Die Ergebnisse seiner Studie geben auch Aufschluss über die Gefahr einer Etablierung von exotischen Pflanzen in der Region.

  • Fachbeitrag - 11.11.2013

    Dr. Bettina Prüm Dr. Holger Bohn und Prof. Dr. Thomas Speck vom Botanischen Garten der Universität Freiburg haben herausgefunden woran es liegt dass Käfer auf speziell strukturierten Blattoberflächen einfach keinen Halt finden. Diese intelligente Strategie der Natur wollen sie nun im Sinne der Bionik gemeinsam mit dem Freiburger Zentrum für interaktive Werkstoffe und bioinspirierte Technologien FIT technisch umsetzen um Schadinsekten von unerwünschten Orten wie Vorratsspeichern oder Medikamentenlagern fernzuhalten.

Forscherporträts

  • Fachbeitrag - 15.06.2015

    Die Molekularbiologin Marja Timmermans fand heraus, wie pflanzliche Zellen miteinander durch mobile Ribonukleinsäuremoleküle, sogenannte small RNAs, kommunizieren können - ein grundsätzliches Prinzip, das auch von tierischen und menschlichen Zellen praktiziert wird. Eine Alexander von Humboldt-Professur machte es möglich, die Professorin vom amerikanischen Cold Spring Harbor Laboratory ans Tübinger Zentrum für Molekularbiologie der Pflanzen zu holen. Hier wird sie ihre Forschungsarbeiten über die Mobilität von sRNA weiterführen.

  • Fachbeitrag - 04.05.2015

    Im Schüttelkolben startet irgendwann jeder biotechnische Produktionsprozess, ehe er schrittweise hochskaliert und schließlich in kubikmetergroßen Fermentern tonnenweise Plattformchemikalien oder Biotreibstoffe für den Markt liefert. Das theoretische Rüstzeug in Vorlesungen und die praktische Übung im Labor vermittelt Prof. Dr. Sybille Ebert ihren Studierenden an der Hochschule Biberach. Seit Sommer 2013 bekleidet die studierte Chemikerin und Mathematikerin die Stiftungsprofessur Prozesstechnik in der Biotechnologie im Bachelor-Studiengang Industrielle Biotechnologie.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/de/bw/akteure/forscher/?block_106089size=2&block_106089from=18