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Baden-Württemberg und seine Forscher

Die Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Land decken die gesamte Bandbreite an Forschungsthemen ab, die für die Bioökonomie wichtig sind: Dazu zählen insbesondere Agrarwissenschaft, Forstwissenschaft, Bodenkunde, Kunststofftechnologie, Werkstoffwissenschaften, Textiltechnik, Energie, Lebensmitteltechnologie, Wirtschaftswissenschaften, Chemie, Biologie, Biotechnologie, Ökologie, Ethik.

Baden-Württemberg hat 2012 auf Initiative des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) einen Strategiekreis Bioökonomie ins Leben gerufen. Im Strategiekreis waren Experten aus Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungsrichtungen vertreten, die eine Bestandsaufnahme für Baden-Württemberg im Bereich der Bioökonomie durchführten.

Sie analysierten Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für eine ganze Reihe von Aspekten der Bioökonomie. Der Strategiekreis schlug dem MWK drei Forschungsfelder vor, in denen die Bioökonomie im Land kurz-, mittel- und langfristig vorangetrieben werden soll.

Im Sommer 2013 beschloss das MWK das „Forschungsprogramm Bioökonomie Baden-Württemberg". Es setzt die vom Strategiekreis entwickelte Forschungsstrategie um und sieht sowohl Forschungsprojekte als auch strukturelle Maßnahmen vor. Das Programm ist auf fünf Jahre angelegt und wird vom MWK finanziert. Die Schwerpunkte liegen auf den Themen Biogas, Lignozellulose und Mikroalgen.

Aktuelle Forschungsthemen

  • Fachbeitrag - 30.05.2016

    Mit chemischen Modellsystemen werden die Prozesse der pflanzlichen Fotosynthese erforscht – mit dem Ziel, das Sonnenlicht als Quelle für den Energiebedarf der Zukunft zu erschließen. Jetzt haben Ulmer Wissenschaftler ein „künstliches Blatt“ auf der Basis eines Manganvanadiumoxid-Katalysators entwickelt. Damit können sie eine entscheidende Reaktion der Fotosynthese, die fotokatalytische Oxidation von Wasser zu molekularem Sauerstoff, nachvollziehen und gegebenenfalls optimieren.

  • Fachbeitrag - 24.05.2016

    Nach Auslaufen der bisherigen Exzellenzinitiative wollen Bund und Länder die universitäre Spitzenforschung in Deutschland dauerhaft fördern, damit sie sich im Wettbewerb unter den weltbesten Universitäten behaupten kann. Mit 533 Millionen Euro jährlich sollen 45 bis 50 Exzellenzcluster und zwischen acht und elf Universitäten oder Universitätsverbünde als Exzellenzstandorte finanziert werden.

Forscherporträts

  • Fachbeitrag - 31.12.2012

    Prof. Dr. Mark van Kleunen, Biologe an der Universität Konstanz, untersucht den Einfluss des Klimawandels auf besondere Pflanzenarten. So befasst sich der Niederländer zum Beispiel mit klonalen Pflanzenspezies, die sich asexuell fortpflanzen und damit eine exakte Kopie ihres genetischen Codes produzieren. In diesem Zusammenhang gilt das Augenmerk des Konstanzer Professors den genetischen Variationen der in den Alpen wachsenden Krautweide (Salix herbacea).

  • Fachbeitrag - 17.12.2012

    Dr. Stefan Schiller vom Institut für Makromolekulare Chemie der Universität Freiburg hat sich schon in seinem Studium für die Vielfalt der molekularen Möglichkeiten in der Natur interessiert. Heute ist er Spezialist für bionische Chemie und synthetische Nanobiotechnologie. Er baut zum Beispiel komplexe Proteinmaschinen für die Signalweiterleitung Protein-Netzwerke für die Medizin oder Arznei-Fähren für die gezielte Applikation von Medikamenten.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/de/bw/akteure/forscher/?block_106090size=2&block_106090from=4