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Baden-Württemberg und seine Unternehmen

Bioökonomie ist ein Modell nachhaltigen Wirtschaftens. Daher gibt es keine Bioökonomiebranche im klassischen Sinne. Es gibt jedoch Unternehmen in Baden-Württemberg, die bereits Biomasse als Rohstoffbasis einsetzen, und die Produkte entwickelt haben oder Prozesse entwickeln.

Die badenova AG & Co. KG produziert Bioerdgas auf Basis von Vatermais und umgeht damit den Teller-Tank-Konflikt, weil Vatermais nur zu Züchtungszwecken angebaut wird. Die TECNARO GmbH aus Ilsfeld/Auenstein bei Heilbronn hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich aus dem Holzstoff Lignin spritzgussfähige Kunststoffe sowie Faserwerkstoffe herstellen lassen. Diese Werkstoffe werden bereits in zahlreichen Produkten eingesetzt. Die fischerwerke GmbH & Co. KG haben einen Dübel im Angebot, der zum Teil aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Der Dübel wird aus einem Zweikomponenten-Nylon hergestellt. Eine der beiden Komponenten wird aus Rizinusöl produziert. Die Daimler AG setzt bei der A-Klasse eine Motorabdeckung ein, die ebenfalls aus einem teilbiobasierten Kunststoff gefertigt wird.

Nicht nur bei Produkten, sondern auch bei Produktionsprozessen sind Unternehmen gefordert. Um Biomasse im großen Stil industriell nutzen zu können, müssen neue Verfahren und Maschinen entwickelt werden. Das heißt, traditionelle Branchen wie Maschinenbau oder Anlagenbau müssen für die Bioökonomie sensibilisiert und gewonnen werden.

Die BIOPRO sucht ausdrücklich den Kontakt zu Unternehmen aus Baden-Württemberg, die bereits in der Bioökonomie aktiv sind, oder die dieses Zukunftsfeld mit entwickeln wollen.

Unsere Kontaktdaten finden Sie unter der Rubrik „Service der BIOPRO - Ansprechpartner".

Unternehmensporträts

  • Fachbeitrag - 30.01.2019

    Seit über hundert Jahren nutzt die Industrie Enzyme. Musste sie sich anfangs noch mit natürlichen Enzymen begnügen, gelingt es heute immer besser, maßgeschneiderte Biokatalysatoren mit gewünschten Eigenschaften zu entwerfen. Das Stuttgarter Start-up candidum GmbH verspricht, schneller als bisher zum Ziel zu gelangen – vor allem dank beschleunigtem virtuellem Screening.

  • Fachbeitrag - 18.05.2015

    Die Gründer der IneraTec entwickeln einen chemischen Reaktor, der aus verschiedensten Gasquellen synthetische Kraftstoffe erzeugt. Neu daran ist das Format. Dieser Reaktor ist nur so groß wie ein Schreibtisch. So konnte eine Kompaktanlage konzipiert werden, die in einen Container passt und nur noch an eine Gasquelle angeschlossen werden muss. Heute noch auf Methan als Rohstoff zugeschnitten, könnte dieser Ansatz morgen Kohlendioxid und Wasserstoff zu Kraftstoffen umsetzen. Dieser Aspekt in Kombination mit den dezentralen Einsatzmöglichkeiten der Anlage lässt erahnen, was sich hier für ein Potenzial verbirgt.

Unternehmensgründungen im Bioökonomiebereich

  • Fachbeitrag - 04.02.2013

    Für kapitalsuchende junge Medizintechnik- und Biotech-Unternehmen wurde mit „capmatch medical“ ein europaweit ausgerichtetes spezielles Online-Managementtool eingerichtet, auf dem diese ihr Geschäftsmodell ausgewählten, investitionsbereiten Kapitalgeber präsentieren können. Professionelles Coaching und Prozessmanagement durch ein erfahrenes Team verbessern die Chancen für ein erfolgreiches Matching zwischen Unternehmen und Investoren.

  • Fachbeitrag - 12.03.2012

    Jedes Jahr sterben Millionen Vögel durch den Aufprall an spiegelnden oder transparenten Glasscheiben. Der Baden-Württemberger Dr. Roland Kolbe hat sich des Problems angenommen und zwei Produkte zum Vogelschutz entwickelt. Er machte sich dabei die unterschiedliche Sehphysiologie von Mensch und Vogel zunutze. Beide Produkte warnen Vögel vor dem gläsernen Hindernis ohne dabei die Sicht für den Menschen zu behindern und sind demnach eine echte Alternative zur wirkungsarmen schwarzen Greifvogel-Silhouette.

Aktuelles zu Bioökonomie-Unternehmen

  • Pressemitteilung - 04.06.2019

    Die Landesregierung hat mit der neuen Landesstrategie „Nachhaltige Bioökonomie für Baden-Württemberg“ den Rahmen für eine nachhaltige Entwicklung der biobasierten Wirtschaft gesetzt. Die Strategie soll helfen erneuerbare oder recycelbare Rohstoffe zu erschließen, die Treibhausgasemissionen zu senken und die Biodiversität zu stärken.

  • Pressemitteilung - 21.05.2019

    Eine Brennstoffzelle mit textiler Anode könnte verschiedene Kläranlagen fast energieneutral arbeiten lassen und auch andere biotechnologische Prozesse wirtschaftlicher machen.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/de/bw/akteure/unternehmen/?block_106065size=2&block_106065from=6