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Förderung transnationaler Verbundvorhaben auf dem Gebiet der Aquakultur und Fischerei im Rahmen des European Research Area-Net Cofund on Blue Bioeconomy

Art
Förderprogramm
Einreichungsfrist
Förderung durch
BMBF und BMEL
Reichweite
Deutschland

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) engagieren sich gemeinsam im „European Research Area-Net Cofund on Blue Bioeconomy – Unlocking the Potential of Aquatic Bioresources“ (ERA-NET BlueBio).

Für die Entwicklung der Blue Bioeconomy in Europa sind die Erforschung biologischer Grundlagen aquatischer Lebewesen aus süß- und salzhaltigen Gewässern als auch die Entwicklung und Anwendung neuer biotechnologischer und konvergierender Methoden von großer Bedeutung. Die Partner des ERA-NET BlueBio verfolgen das Ziel, die Erschließung biotechnologischer Potenziale und Chancen auch von bisher unentdeckten biologischen Ressourcen aus süß- und salzwasserhaltigen Gewässern sowie die nachhaltigen Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten aquatischer ­Biomasse entlang der gesamten Wertschöpfungskette voranzutreiben. Dies inkludiert die biotechnologische Kultivierung verschiedener aquatischer Zuchtbestände. Die aquatische Biomasse soll dabei als Rohstoff für nachhaltige, industrielle Prozesse nutzbar gemacht werden und der Konzeption, Herstellung und Produktion neuartiger, hochwertigerer Produkte einer Bioökonomie dienen.

Alle im Kontext dieser Bekanntmachung geförderten Forschungsvorhaben sollen im Einklang mit den Prinzipien einer zirkulären Wirtschaft und den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen stehen. Sie sollen den Bestimmungen des Nagoya-Protokolls nicht zuwiderhandeln.

Eingehende Projektskizzen zu geplanten Forschungsvorhaben müssen über einen interdisziplinären, transnationalen Charakter verfügen und inhaltlich die nachfolgend genannten prioritären Themenbereiche adressieren:

  1. Themenbereich „Neue Ressourcen erforschen“
  2. Themenbereich Verbesserung der Produktion von Fisch, Aquakulturen, Biomasse
  3. Synergien nutzen
  4. Informations- und kommunikationstechnologiegestützte Biotechnologie

Antragsberechtigt sind Hochschulen und außerhochschulische Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung in Deutschland, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, Forschungseinrichtung), verlangt.

Das Antragsverfahren ist dreistufig angelegt. Es sieht die sequentielle Einreichung von Ideenskizzen (Pre-Proposals), Projektskizzen (Full Proposals) und förmlichen Förderanträgen vor.

Zu Beginn des Verfahrens sind dem ERA-NET BlueBio Call Secretariat Ideenskizzen für transnationale Verbundvor­haben durch den transnationalen Verbundkoordinator elektronisch bis zum 17. März 2019 zu übermitteln.

Glossar

  • Biotechnologie ist die Lehre aller Verfahren, die lebende Zellen oder Enzyme zur Stoffumwandlung und Stoffproduktion nutzen.
  • Als Biomasse wird die gesamte Masse an organischem Material in einem definierten Ökosystem bezeichnet, das biochemisch – durch Wachstum und Stoffwechsel von Tieren, Pflanzen oder Mikroorganismen – synthetisiert wurde. Damit umfasst sie die Masse aller Lebewesen, der abgestorbenen Organismen und die organischen Stoffwechselprodukte.
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/de/datenbank/foerderung/foerderung-transnationaler-verbundvorhaben-auf-dem-gebiet-der-aquakultur-und-fischerei-im-rahmen-des-european-research-area-net/