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Minderung von treibhausgas-relevanten Emissionen beim Betrieb von Biomassekonversionsanlagen

Art
Förderprogramm
Einreichungsfrist
Förderung durch
BMEL
Reichweite
Deutschland

Die von Menschen verursachten Emissionen von Treibhausgasen (THG) und Luftschadstoffen tragen direkt und indirekt zur globalen Erwärmung bei und bedrohen unsere Lebensräume. Auf der Weltklimakonferenz in Paris im Dezember 2015 hat sich die Staatengemeinschaft auf ein Klimaschutzabkommen geeinigt, welches vorsieht, die Erderwärmung auf unter 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung mit dem Klimaschutzplan 2050 ihre nationalen Klimaschutzziele definiert. Deutschlands Langfristziel ist es, bis 2050 die THG-Emissionen schrittweise um mindestens 80 % gegenüber 1990 zu senken. Aufgrund seiner Bedeutung für den Klimaschutz ist das Thema Emissionsminderung ein Schwerpunkt in der Forschungsförderung der Bundesregierung. Im Rahmen des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ (EKF) werden Maßnahmen zum Klimaschutz als ein wesentlicher Zweck des Sondervermögens genannt.

Bereits heute werden in Deutschland jedes Jahr 65,2 Mio. t CO2–Äquivalent durch die Bereitstellung von Energie auf Basis von Biomasse eingespart. So leistet die Bioenergie einen wichtigen Beitrag zu Erreichung der Klimaschutzziele. Es bestehen, neben der THG-Minderung während des Biomasseanbaus, Minderungspotenziale an Biomassekonversionsanlagen.

Zur Verbesserung der Klimaschutzwirkung und der gesellschaftlichen Akzeptanz der Bioenergie müssen bestehende THG-Minderungspotenziale ausgeschöpft und steigende Anforderungen bezüglich der Luftreinhaltung eingehalten werden. Mit dem Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen sollen wissenschaftlich fundierte Grundlagen sowie zukunftsfähige Betriebskonzepte zur Emissionsminderung an Feuerungs-, Biogas- und Biomethananlagen entwickelt und optimiert werden. Mit diesem zeitlich befristeten Aufruf sollen die genannten Förderschwerpunkte insbesondere durch praxisnahe Lösungen untersetzt und spezifiziert werden.

Fachspezifische Förderthemen:

  • Brennstoff- und Substratoptimierung bei der Biomassebereitstellung,
  • Entwicklung und Optimierung von Emissionsminderungsmaßnahmen.

Das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtscheft (BMEL) ist zuwendungs- und beihilferechtliche Grundlage der Förderung. Es sind nur Vorhaben förderfähig, die einen Beitrag zu den förderpolitischen Zielen dieses Programms leisten, gleichzeitig gilt es, die Ziele des Sondervermögens EKF zu berücksichtigen.

Zuwendungsempfänger kann eine natürliche oder eine juristische Person sein, die eine Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland hat.

Projektvorschläge können bis zum 30. September 2018 beim Projektträger (FNR) eingereicht werden.

Glossar

  • Eine Sonde im molecularbiologischen Sinn ist ein Stück markierte RNA oder DNA, die mit einer gesuchten Sequenz binden (hybridisieren) kann.
  • Biogas ist ein brennbares Gasgemisch, das bei der Zersetzung von Biomasse (Fäkalien, Bioabfall, Stroh u. a.) entsteht. Dabei wird das komplexe organische Material mit Hilfe verschiedener Mikroorganismen unter Luftabschluss hauptsächlich in Kohlendioxid und Methangas umgewandelt.
  • Als Biomasse wird die gesamte Masse an organischem Material in einem definierten Ökosystem bezeichnet, das biochemisch – durch Wachstum und Stoffwechsel von Tieren, Pflanzen oder Mikroorganismen – synthetisiert wurde. Damit umfasst sie die Masse aller Lebewesen, der abgestorbenen Organismen und die organischen Stoffwechselprodukte.
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/de/datenbank/foerderung/minderung-von-treibhausgas-relevanten-emissionen-beim-betrieb-von-biomassekonversionsanlagen/