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Coaching für Gründer in den Life Sciences

Mit Hilfe der EXI-Hightech-Gründungsgutscheine können Gründungswillige aus Hightech-Bereichen vergünstigt professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Die BIOPRO Baden-Württemberg GmbH ist der Life-Sciences-Partner des Programms, das auch von BioLAGO unterstützt wird. Caroline Ref, bei der BIOPRO zuständig für die EXI-Gutscheine, und Gründungscoach Dr. Michael Steinwand stellen im Interview vor, wer die Gutscheine nutzen kann und wie das EXI-Programm und seine Coaches Gründern helfen können.

Anmerkung der Redaktion:
Das EXI-Gründerberatungs-Programm wird derzeit in der 3. Förderphase (2018-2020) fortgesetzt. Seit 2018 bietet BIOPRO die EXI-Beratungsgutscheine in Zusammenarbeit mit dem Projektpartner Steinbeis-Beratungszentrum Existenzgründung an. Zum Förderprogramm 

Frau Ref, worum handelt es sich bei den EXI-Hightech-Gründungsgutscheinen?

Caroline Ref, BIOPRO Baden-Württemberg, berät zu den EXI-Hightech-Gründungsgutscheinen. © BIOPRO/ Scharr

Caroline Ref (CR): Das EXI-Gründungsgutschein-Programm bietet Gründungsinteressierten die Möglichkeit, ihre Idee gemeinsam mit einem Experten weiter reifen zu lassen. Das Programm wurde im Rahmen der Gründungsoffensive der Landesregierung im Jahr 2012 als Angebot gestartet, um das Gründungsklima in Baden-Württemberg zu verbessern und Jungunternehmer von Anfang an zu begleiten und zu unterstützen. Die meisten Hightech-Gründer sind zwar Experten in ihrem Fach, haben aber im kaufmännischen Bereich und bei der strategischen Unternehmensplanung oft nicht das nötige Know-how. Genau hier setzen die Gründungsgutscheine an.

Herr Dr. Steinwand, wer kann die Gutscheine in Anspruch nehmen?

Dr. Michael Steinwand (MS): Sie richten sich an Existenzgründer, also alle Personen, die planen, eine gewerbliche oder freiberufliche selbstständige Tätigkeit im Hightech-Umfeld in Baden-Württemberg aufzunehmen, ob es sich um eine Neugründung, Unternehmensübernahme oder Ähnliches handelt. Doch auch bereits gegründete Unternehmen, die eine Umsatzgrenze von 17.500 € im Jahr noch nicht überschritten haben, können die Gutscheine erhalten.

Welche Branchen werden mit dem Programm und speziell von der BIOPRO Baden-Württemberg angesprochen?

CR: Als zentraler Life-Science-Partner der Hightech-Gutscheine berät die BIOPRO Gründer aus Biotechnologie, Medizintechnik, Diagnostik, Pharma sowie angrenzenden Technologiefeldern. In der Biotechnologie werden Gründer aus dem Bereich der roten (medizinischen) Biotechnologie und dem Feld der Bioökonomie, hierunter fallen zum Beispiel Gründer aus den Bereichen Bioenergie und industrielle Biotechnologie, angesprochen. Die Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg: Connected (bwcon), der Projektträger der Hightech-Gutscheine, deckt die restlichen Themenfelder ab, wie zum Beispiel IT, Kreativwirtschaft oder Mechatronik. Der dritte Partner CyberForum betreut hauptsächlich IT-Gründungen aus dem Raum Karlsruhe.

Was genau beinhalten die EXI-Hightech-Gründungsgutscheine?

CR: Gründer erhalten über die Gutscheine eine vergünstigte zweistufige Beratung. In der ersten Stufe, der sogenannten Gründungs-Check-up-Beratung geht es darum, die Gründungsidee und das Team kennenzulernen, die Idee gemeinsam zu diskutieren und die Tragfähigkeit des Vorhabens abzuschätzen sowie Tipps zu geben, etwa zu interessanten Förderprogrammen, Organisationen oder Kooperationspartnern. Da jede Gründung anders ist, ist auch die Beratung nie gleich, sondern orientiert sich am Gründungsvorhaben und dem Team. Gefördert wird die Beratung durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, das hierfür Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie Eigenmittel zur Verfügung stellt. Dank der Förderung ist diese Check-up-Beratung kostenlos. Je nachdem, um welches Themenfeld es sich handelt, wird sie von bwcon, BIOPRO oder dem CyberForum durchgeführt.

Und wie geht es in der zweiten Beratungsstufe weiter?

CR: Wenn wir in der Gründungsidee und dem Team Potenzial sehen, wird dem Gründer die Intensivberatung mit bis zu zehn vergünstigten Beratungstagen angeboten. Dieses intensive Gründungscoaching wird von bei bwcon akkreditierten und geprüften Beratern durchgeführt. Hierbei handelt es sich um Branchen-Experten mit Management- sowie idealerweise eigener Gründungserfahrung beziehungsweise Personen, die bereits viele Gründerteams auf diesem Weg begleitet haben. Die Berater werden von uns spezifisch passend auf das Gründungsvorhaben und dessen Herausforderungen ausgewählt und den Gründern vorgestellt. Dank der Förderung können die Beratungstage in der Intensivberatung vergünstigt zu 190,40 Euro inkl. Mehrwertsteuer pro Tag angeboten werden.

Dr. Michael Steinwand ist neben seiner Tätigkeit als akkreditierter Gründungscoach für bwcon auch Geschäftsführer der Beratungsfirma Innovendia Consulting GmbH sowie Vorstandsmitglied bei BioLAGO. © BioLAGO

MS: Nach der Kontaktaufnahme und nach dem von Frau Ref genannten Gründungs-Check-up führe ich als erstes in enger Zusammenarbeit mit dem Gründer eine Bedarfsanalyse durch, was vordergründig am wichtigsten ist: Sind es technische Maßnahmen, eine kurzfristige Projektfinanzierung oder ein akademischer oder industrieller Partner? Generell versuche ich, dem Gründer mit meinen Aktivitäten den Rücken freizuhalten, so dass er sich auf Maßnahmen und Arbeiten konzentrieren kann, die nur von ihm selbst erbracht werden können. Ich übernehme beispielsweise die Suche nach Investoren bei Gründermessen oder Pitchveranstaltungen und melde uns bei entsprechend geeigneten Plattformen für eine Präsentation an. Gleichzeitig wird der direkte Kontakt zu Investoren gesucht und möglichst ein Dialog aufgebaut.

Gemeinsam wird dann – vom Businessplan abgeleitet oder diesen gleichzeitig erarbeitend – die Positionierung der Geschäftsidee im Umfeld der Branche aufgebaut, der Finanzbedarf ermittelt und in eine ansprechende Form gebracht. Der Kontakt zu den von mir bisher gecoachten Gründern entstand übrigens immer über den BioLAGO e.V. als erste Anlaufstelle.

Welche Bedeutung hat Ihre Branchenerfahrung bei der Beratung?

MS: Häufig ist eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Materie der Firmengründung erforderlich, weshalb ich mich in meiner Beratungspraxis meinen fachlichen Kompetenzen entsprechend auf Gründungen in der medizinischen Apparatetechnik, auf Biotech, Pharma und gegebenenfalls Chemie konzentriere. Zusätzlich kann im Rahmen des EXI-Programms aber auch eine weitere spezifische Expertise herangezogen werden, beispielsweise weitere akkreditierte Coaches mit Erfahrungen in Patentfragen.

CR: Hier liegt ein wesentlicher Vorteil der Beratung im EXI-Programm. Das branchenbezogene intensive und individuelle Coaching ist für Gründer sehr hilfreich, um Fehler zu vermeiden und die Weichen von Anfang an richtig zu stellen. Jede Branche hat andere Rahmenbedingungen, die beachtet werden müssen. Eine allgemeine Gründungsberatung kann dieses branchenspezifische Know-how nicht vorhalten. Außerdem bringen wir und die Coaches durch die gute Vernetzung in der Branche für die Gründer wertvolle Kontakte mit.

Welches sind nach Ihrer bisherigen Erfahrung die häufigsten Fragen von Gründern?

CR: Im Life-Sciences-Bereich ist vor allem die Finanzierung ein schwieriges Thema, da die Entwicklungen viel Zeit benötigen, oft sehr hohe Entwicklungsrisiken beinhalten und viel Kapital benötigt wird. Hinzu kommt, dass sich insbesondere in der Biotechnologie in Deutschland das investierte Venture Capital seit Langem auf niedrigem Niveau befindet und der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und einige Business Angels quasi die einzigen sind, die bereits in sehr frühe Gründungsprojekte investieren. Andere häufige Themen sind Fragen zu Märkten oder welche Produktidee die erfolgversprechendste ist sowie Fragen zum Geschäftsmodell.

MS: Finanzierungsfragen stehen vielleicht nicht zu jedem Zeitpunkt im Vordergrund, aber sie stehen über allem! In der Anfangsphase kommen aber auf den Gründer die unterschiedlichsten Anforderungen zu, sodass er manchmal gar nicht weiß, was er zuerst fragen soll. Hier müssen in der Beratung Wichtiges von weniger Wichtigem getrennt sowie Aufgaben an den externen Berater übertragen werden, die nicht die spezifischen Kenntnisse und Fähigkeiten des Gründers erfordern, sondern die des Beraters.

Können Sie ein Beispiel aus der Praxis nennen, wie Sie Gründern bisher helfen konnten?

MS: Das Beratungsresultat und der Weg dahin können sehr unterschiedlich sein: In einem Fall saßen nach etwa 15 Monaten Beratungsverfahren die Gründer mit privaten Investoren am Tisch, um die Bedingungen für eine siebenstellige Investition festzulegen. In einem anderen Fall war es im selben Zeitraum möglich, für die gegründete Firma einen Partner für Konstruktion, Fertigung und Zulassung zu gewinnen und Vertragsverhandlungen zu starten.

CR: Da viele Gründungsinteressierte in einer sehr frühen Phase zu uns kommen, ist der Weg bis zum Unternehmen oft noch weit. Auch ist es so, dass es insbesondere in den Life Sciences meist mehrere Jahre dauert, bis das erste Produkt entwickelt ist und mit der Vermarktung begonnen werden kann. Das liegt unter anderem an der Komplexität der Produkte, den regulatorischen Rahmenbedingungen und noch vielen weiteren besonderen Faktoren in diesem Bereich. Dienstleistungsgründungen haben es hier leichter und sind daher meist schneller.
Dennoch gibt es bereits mehrere Erfolgsgeschichten: zum Beispiel die Sciomics GmbH aus Heidelberg, die mit Antikörper-Arrays Biomarker für die personalisierte Medizin entwickelt. Mit diesem Unternehmen fand eine der ersten Beratungen im Rahmen des EXI-Hightech-Gutscheins statt. Im Frühjahr 2013 wurde das Unternehmen dann bereits als ein Spin-off des DKFZ gegründet und hat sich inzwischen am Markt etabliert. Eine andere Gründung wurde gerade in einer sehr frühen Phase von einem anderen Unternehmen übernommen, wodurch die Finanzierung der Produktentwicklung gesichert ist. Für diese Gründer und ihre Produktidee ein Erfolg, denn sie profitierten finanziell durch die Übernahme wie auch in Zukunft durch Prämien und Umsatzbeteiligungen. Außerdem erhält die Idee dadurch eine Chance auf Weiterentwicklung und Marktzugang.

Wie geht es nach den Gründungsgutscheinen für die Jungunternehmer weiter?

CR: Es gibt andere Programme, die im Anschluss in Anspruch genommen werden können. Beispielsweise gibt es in der EXIST-Förderung auch Gelder für Beratungen. Außerdem unterstützen die BIOPRO und der Projektträger bwcon sowie regionale Netzwerke die Gründer natürlich weiterhin bei der Findung von Kooperationspartnern, einer Finanzierung oder in der Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel über die BIOPRO-Unternehmensdatenbank oder ein Unternehmensporträt. bwcon veranstaltet außerdem in Zusammenarbeit mit uns und regionalen Partnern jährlich mehrere High-Tech-Gründerfonds-Sprechtage, bei denen die Gründer ihre Idee schon in frühen Phasen dem HTGF vorstellen und Interesse an einer Finanzierung abklopfen können.

MS: In der Übergangsphase von der Sicherstellung einer Finanzierung bis zu deren Umsetzung entsteht oft ein gewisser Leerlauf, in dem der Gründer selbst vom Berater noch ideell unterstützt wird. Ich setze mich dafür ein, dass wir diese Maßnahmen noch besser mit dem EXI-Gründungscoaching verknüpfen, dass die gegründete Firma unter Umständen aus Begleitprogrammen, über die zehn EXI-Beratungstage pro Gründer hinaus, noch weiter gefördert werden kann, bis eine endgültige Finanzierung greift.

Die erste Förderperiode endet im Dezember. Wird es eine Fortsetzung des Programms geben?

CR: Ja, das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hat im Sommer eine zweite Ausschreibung herausgegeben und bwcon hat in Zusammenarbeit mit BIOPRO und einem Partnernetzwerk erneut einen Antrag für den Hightech-Bereich eingereicht. Wir rechnen in den nächsten Wochen mit einer Rückmeldung und sind zuversichtlich, ab Januar das Programm im Rahmen von EXI2 fortsetzen zu können.

EXI-Gründungsgutschein-Programm
Im Rahmen des EXI-Programms wurden für die einzelnen Branchen verschiedene beratende Organisationen ausgewählt: Für die Themenfelder Life Sciences und Bioökonomie wurde die BIOPRO mit der Durchführung der Kompaktberatungen beauftragt. Alle weiteren Themen werden durch den neuen Projektpartner Steinbeis-Beratungszentrum Existenzgründung bedient. Die EXI-Gründungsgutscheine werden vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie aus Landesmitteln gefördert.

Glossar

  • Antikörper sind körpereigene Proteine (Immunglobuline), die im Verlauf einer Immunantwort von den B-Lymphozyten gebildet werden. Sie erkennen in den Körper eingedrungene Fremdstoffe (z. B. Bakterien) und helfen im Rahmen einer umfassenden Immunantwort, diese zu bekämpfen.
  • Biotechnologie ist die Lehre aller Verfahren, die lebende Zellen oder Enzyme zur Stoffumwandlung und Stoffproduktion nutzen.
  • Ein Gen ist ein Teil der Erbinformation, der für die Ausprägung eines Merkmals verantwortlich ist. Es handelt sich hierbei um einen Abschnitt auf der DNA, der die genetische Information zur Synthese eines Proteins oder einer funktionellen RNA (z. B. tRNA) enthält.
  • Mit Kompetenz im biologischen Sinn ist die Eigenschaft eines Bakteriums gemeint, DNA von außen aufnehmen zu können.
  • Aufgabe der Life Sciences ist die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von Produkten, Technologien und Dienstleistungen auf Basis der modernen Biotechnologie.
  • Biomarker sind messbare Produkte von Organismen (z.B. Proteine, Stoffwechselprodukte oder Hormone), die als Indikatoren beispielsweise für Umweltbelastungen oder Krankheiten herangezogen werden.
  • Der Transformierende Wachstumsfaktor (Transforming Growth Factor, TGF) gehört zu den sogenannten Zytokinen, den Signalmolekülen in der Zellkommunikation. TGFs spielen eine sehr wichtige Rolle bei Wachstum und Differenzierung von vielen Zellen und Geweben.
  • Ein Business Angel (kurz BA, selten auch "Unternehmensengel" genannt) ist jemand, der junge Unternehmen in einer frühen Phase der Existenzgründung unterstützt. Diese Unterstützung umfasst Kapital, unternehmerisches Know-how, sowie Vermittlung von Kontakten. Der Business Angel ist hierbei meist ein erfahrener Unternehmer oder leitender Angestellter, der aufgrund seiner langjährigen Berufstätigkeit über mehr Management-Erfahrung und Kontakte verfügt als die Gründer der betreuten Unternehmen. Als Gegenleistung erhält der Business Angel Unternehmensanteile.

Glossar

  • Antikörper sind körpereigene Proteine (Immunglobuline), die im Verlauf einer Immunantwort von den B-Lymphozyten gebildet werden. Sie erkennen in den Körper eingedrungene Fremdstoffe (z. B. Bakterien) und helfen im Rahmen einer umfassenden Immunantwort, diese zu bekämpfen.
  • Biotechnologie ist die Lehre aller Verfahren, die lebende Zellen oder Enzyme zur Stoffumwandlung und Stoffproduktion nutzen.
  • Ein Gen ist ein Teil der Erbinformation, der für die Ausprägung eines Merkmals verantwortlich ist. Es handelt sich hierbei um einen Abschnitt auf der DNA, der die genetische Information zur Synthese eines Proteins oder einer funktionellen RNA (z. B. tRNA) enthält.
  • Mit Kompetenz im biologischen Sinn ist die Eigenschaft eines Bakteriums gemeint, DNA von außen aufnehmen zu können.
  • Aufgabe der Life Sciences ist die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von Produkten, Technologien und Dienstleistungen auf Basis der modernen Biotechnologie.
  • Biomarker sind messbare Produkte von Organismen (z.B. Proteine, Stoffwechselprodukte oder Hormone), die als Indikatoren beispielsweise für Umweltbelastungen oder Krankheiten herangezogen werden.
  • Der Transformierende Wachstumsfaktor (Transforming Growth Factor, TGF) gehört zu den sogenannten Zytokinen, den Signalmolekülen in der Zellkommunikation. TGFs spielen eine sehr wichtige Rolle bei Wachstum und Differenzierung von vielen Zellen und Geweben.
  • Ein Business Angel (kurz BA, selten auch "Unternehmensengel" genannt) ist jemand, der junge Unternehmen in einer frühen Phase der Existenzgründung unterstützt. Diese Unterstützung umfasst Kapital, unternehmerisches Know-how, sowie Vermittlung von Kontakten. Der Business Angel ist hierbei meist ein erfahrener Unternehmer oder leitender Angestellter, der aufgrund seiner langjährigen Berufstätigkeit über mehr Management-Erfahrung und Kontakte verfügt als die Gründer der betreuten Unternehmen. Als Gegenleistung erhält der Business Angel Unternehmensanteile.

Glossar

  • Antikörper sind körpereigene Proteine (Immunglobuline), die im Verlauf einer Immunantwort von den B-Lymphozyten gebildet werden. Sie erkennen in den Körper eingedrungene Fremdstoffe (z. B. Bakterien) und helfen im Rahmen einer umfassenden Immunantwort, diese zu bekämpfen.
  • Biotechnologie ist die Lehre aller Verfahren, die lebende Zellen oder Enzyme zur Stoffumwandlung und Stoffproduktion nutzen.
  • Ein Gen ist ein Teil der Erbinformation, der für die Ausprägung eines Merkmals verantwortlich ist. Es handelt sich hierbei um einen Abschnitt auf der DNA, der die genetische Information zur Synthese eines Proteins oder einer funktionellen RNA (z. B. tRNA) enthält.
  • Mit Kompetenz im biologischen Sinn ist die Eigenschaft eines Bakteriums gemeint, DNA von außen aufnehmen zu können.
  • Aufgabe der Life Sciences ist die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von Produkten, Technologien und Dienstleistungen auf Basis der modernen Biotechnologie.
  • Biomarker sind messbare Produkte von Organismen (z.B. Proteine, Stoffwechselprodukte oder Hormone), die als Indikatoren beispielsweise für Umweltbelastungen oder Krankheiten herangezogen werden.
  • Der Transformierende Wachstumsfaktor (Transforming Growth Factor, TGF) gehört zu den sogenannten Zytokinen, den Signalmolekülen in der Zellkommunikation. TGFs spielen eine sehr wichtige Rolle bei Wachstum und Differenzierung von vielen Zellen und Geweben.
  • Ein Business Angel (kurz BA, selten auch "Unternehmensengel" genannt) ist jemand, der junge Unternehmen in einer frühen Phase der Existenzgründung unterstützt. Diese Unterstützung umfasst Kapital, unternehmerisches Know-how, sowie Vermittlung von Kontakten. Der Business Angel ist hierbei meist ein erfahrener Unternehmer oder leitender Angestellter, der aufgrund seiner langjährigen Berufstätigkeit über mehr Management-Erfahrung und Kontakte verfügt als die Gründer der betreuten Unternehmen. Als Gegenleistung erhält der Business Angel Unternehmensanteile.
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