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Ideenreicher Auftakt

Rückblick: Schaufenster Bioökonomie

Mehr als 80 Bioökonomie-Interessierte kamen zum Schaufenster Bioökonomie, der Auftaktveranstaltung zur Akteursplattform Bioökonomie Baden-Württemberg. Sie legten sich kräftig ins Zeug und entwickelten einige vielversprechende Ideenskizzen für den Ideenwettbewerb des BMBF.

Nachwachsende Roh- und Reststoffe in Industrie-Produkte oder Zwischenprodukte zu verwandeln, ist eines der zentralen Ziele der Bioökonomie. Damit das gelingt, muss einiges zusammenkommen – zum Beispiel die richtigen Leute. Netzwerke zu bilden, kleine Aktionsgemeinschaften aufzubauen, Synergiemöglichkeiten zu identifizieren ist essenziell, um ein neues Wirtschaftskonzept wie die Bioökonomie mit Leben zu füllen. Die „Akteursplattform Bioökonomie Baden-Württemberg“ will Unternehmen aus Baden-Württemberg dabei unterstützen, auf Basis von nachwachsenden Roh- und Reststoffen Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und an den Markt zu bringen. Die Veranstaltung „Schaufenster Bioökonomie“ war der Auftakt zur Akteursplattform. Das Interesse war groß. Die rund 80 Teilnehmer stehen für ein deutliches Signal, dass Bioökonomie an Bedeutung gewinnt und mehr und mehr als Marktchance verstanden wird.

Drei strategische Ansätze

Biobasierte Produkte können als Konkurrenz zu bestehenden Lösungen auf den Markt gebracht werden. Sie können aber auch einen Zusatznutzen bieten. Oder sie können völlig neue Eigenschaften haben. Ein großes Hindernis für biobasierte Produkte ist der höhere Preis. Er relativiert sich jedoch, wenn ein Produkt einen Zusatznutzen bringt. Wenn ein biobasiertes Produkt völlig neue Eigenschaften hat, wird der Preis sogar zweitrangig. Unternehmen müssen somit die strategische Frage beantworten, ob sie Produkte und Dienstleistungen ersetzen, verbessern oder neu schaffen wollen. Referenten aus Unternehmen gaben interessante Einblicke in Produktentwicklung, Produktvermarktung und die Herausforderungen beim Markteintritt. Es wurde deutlich, dass alle drei Strategien, also ersetzen, verbessern, neu entwickeln, funktionieren können.

Fünf Anträge in Vorbereitung

Gute Ideen für die Zukunft: Beim Schaufenster Bioökonomie stellten die Teilnehmer eine Reihe von potenziellen Produktideen für die Bioökonomie vor. © BIOPRO

Um neue Produkte entwickeln zu können, bedarf es neuer Ideen. Im Vorfeld der Veranstaltung richtete die BIOPRO ein Ideenformular ein, über das die Teilnehmer Produktideen einreichen konnten. Ziel war, diese Ideen beim Schaufenster in kleinen Teams weiterzuentwickeln. Elf Ideen brachten die Teilnehmer ein, acht wurden beim Schaufenster vorgestellt und bearbeitet. Die Ideengeber konnten anschließend entscheiden, ob sie aus den Ergebnissen einen Antrag für den Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ausarbeiten wollten.

Fünf Ideen sind nun in Vorbereitung für die Abgabefrist im Februar 2016. Sie werden von einem Experten-Team aus vier Unternehmen vorevaluiert. Anschließend haben die Antragsteller die Möglichkeit, ihren Antrag noch anzupassen. Dann erfolgt die Einreichung beim Projektträger. Einige der vorgestellten Ideen bekommen noch Zeit, um zu reifen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass sie zum Abgabetermin im August 2016 eingereicht werden können.

Anmelden und mitgestalten

Im Jahr 2016 werden im Rahmen der Akteursplattform weitere Veranstaltungen folgen. Mit den Teilnehmern des Schaufensters Bioökonomie wurden einige Themenbereiche identifiziert. Diese sollen in Special Interest Groups (SIGs) bearbeitet werden. Alle Unternehmen, die Interesse haben, an der Akteursplattform Bioökonomie Baden-Württemberg oder an einzelnen SIGs mitzuarbeiten, sollten sich bei der Akteursplattform anmelden. Damit werden sie über alle künftigen Veranstaltungen und Vorhaben informiert.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/de/fachbeitrag/aktuell/rueckblick-schaufenster-biooekonomie/