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Jetzt Verfügbar: Faltblatt 2011 zu Umwelttrends in Baden-Württemberg

Das aktuelle Faltblatt „Daten zur Umwelt – Umweltindikatoren Baden-Württemberg 2011“ steht ab sofort zur Verfügung. „Damit setzen wir unsere Kooperation bei der kontinuierlichen Berichterstattung über die aktuellen Umwelttrends in Baden-Württemberg fort,“ erklärten Dr. Carmina Brenner, Präsidentin des Statistischen Landesamtes, und Margareta Barth, Präsidentin der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg am 8. Dezember 2011.

Zentrales Element des gemeinsam von den beiden Landeseinrichtungen zusammengestellten Faltblattes, das wichtige Fakten zu den zentralen Handlungsfeldern des Umweltplans Baden-Württemberg im Zeitvergleich bietet, bilden zehn auf Bundes- und Länderebene abgestimmte Umweltindikatoren. Diese veranschaulichen auch grafisch die Entwicklung beim Energie- und Rohstoffverbrauch, beim Verkehrsaufkommen, bei den Treibhausgas- und Luftschadstoffemissionen sowie der Luftqualität im Land. Außerdem zeigen sie die langfristigen und aktuellen Trends beim Flächenverbrauch, in der Wasser- und Abfallwirtschaft sowie der Umweltökonomie. Die wichtigsten Ergebnisse zu den einzelnen Indikatoren sind im Folgenden dargestellt.

Der Schutz des Grundwassers hat in Baden-Württemberg einen hohen Stellenwert. Flächendeckend soll gemäß dem Umweltplan eine hohe Grundwasserqualität sichergestellt werden. Laut EU-Wasserrahmenrichtlinie ist der chemische Zustand eines Grundwasserkörpers gut, wenn der Nitratgehalt 50 mg/l nicht übersteigt. „Deshalb ist positiv hervorzuheben“, betonte Präsidentin Barth, „dass im Jahr 2010 der Anteil der Messstellen mit einem Nitratgehalt größer 50 mg/l spürbar zurückging.“

Ressourcen- und Energieeffizienz sind weiterhin die zentralen Bereiche

Gemäß Umweltplan Baden-Württemberg soll der Verbrauch von Ressourcen zunehmend von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt und schrittweise zurückgeführt werden. „Dem entsprechenden Ziel, die Ressourceneffizienz bis zum Jahr 2020 ausgehend vom Jahr 1994 um den Faktor 2,0 zu steigern,“ so Präsidentin Dr. Brenner, „ist das Land mit zuletzt deutlich erhöhter Rohstoffproduktivität ein Stück weit näher gerückt.“

„Dennoch“, so die einhellige Meinung der beiden Präsidentinnen, „zeigen die in der Publikation dargestellten Umweltindikatoren auch, dass auf verschiedenen Feldern weitere Anstrengungen erforderlich sind“. So zeigt der Indikator Energieproduktivität eine zuletzt rückläufige Entwicklung. Außerdem liegt der Primärenergieverbrauch insgesamt weiter spürbar höher als Anfang der 1990er Jahre. Erfreulich ist dagegen, dass der Anteil erneuerbarer Energieträger am gesamten Primärenergieverbrauch auf 9,3 Prozent, ihr Anteil an der Stromerzeugung sogar auf 15 Prozent gesteigert wurde. Auch dadurch sind die energiebedingten Kohlendioxidemissionen absolut sowie pro Einwohner zuletzt deutlich gesunken.

Auf ein wichtiges Problemfeld weist der Indikator zur Luftbelastung mit Stickstoffdioxid hin. Der Jahresmittelwert der entsprechenden Immissionen zeigt an den verkehrsbeeinflussten städtischen Stationen eine nur geringe Abnahme. Setzt sich dieser Trend fort, wird der gültige EU-Grenzwert weiterhin an vielen Stationen nicht eingehalten werden können.

Entsprechend der Zielsetzung des Umweltplans, die Ressourcenschonung auch durch entsprechende Nutzung von Abfällen zu steigern, ist die Verwertung von Abfällen im Land weiter auf hohem Niveau. Dies gilt sowohl für die mengenmäßig besonders bedeutsamen Bauabfälle als auch für die Siedlungsabfälle. Allerdings bewegen sich die von den Haushalten im Land insgesamt abgegebenen Pro-Kopf-Mengen an Abfällen auf gleichbleibendem Niveau, so dass in diesem Bereich bislang kaum von Erfolgen bei der Abfallvermeidung gesprochen werden kann.

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