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Karlsruhe und Heidelberg erweitern Forschungskooperation zu strategischer Partnerschaft

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Universität Heidelberg vertiefen ihre erfolgreiche Kooperation auf dem Gebiet der Forschung und ergänzen die gemeinsam getragene wissenschaftliche Einrichtung „Heidelberg Karlsruhe Research Partnership“ (HEiKA) künftig um die Bereiche Nachwuchsförderung, Lehre und Innovation.

Aus der Forschungspartnerschaft wird damit eine strategische Partnerschaft. Eine entsprechende Rahmenvereinbarung unterzeichneten der Präsident des KIT, Prof. Dr. Holger Hanselka, und der Rektor der Ruperto Carola, Prof. Dr. Bernhard Eitel. Die neue „Heidelberg Karlsruhe Strategic Partnership“ wird weiterhin den Kurznamen HEiKA tragen.

„Unsere langjährige vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg bot optimale Voraussetzungen für den Ausbau der Forschungspartnerschaft im Rahmen von HEiKA“, sagt der Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie, Prof. Hanselka. „Innerhalb dieses Forschungsverbundes sind wir in den letzten Jahren unserer gemeinsamen Vision, einen einzigartigen Forschungs- und Entwicklungsraum mit nationaler Alleinstellung und internationaler Sichtbarkeit zu schaffen, ein gutes Stück nähergekommen. Diesen Weg möchten wir mit der neuen Kooperationsvereinbarung vertieft fortsetzen.“

„Die komplementären Stärken beider Einrichtungen durch eine privilegierte und enge Kooperation zu beiderseitigem Vorteil zu nutzen – das steht im Vordergrund der langfristig entwickelten und weiter auszubauenden Partnerschaft“, so der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Eitel. „Universität und KIT sind sich einig darin, gemeinsam weiter intensiv zusammenzuarbeiten und unsere sich ergänzenden Stärken partnerschaftlich zu nutzen. Von der Heidelberg Karlsruhe Strategic Partnership profitieren Studierende und Forschung, Unternehmen und Gesellschaft.“

Die wissenschaftlichen Kontakte zwischen Karlsruhe und Heidelberg haben bereits eine jahrzehntelange Tradition und wurden im Jahr 2011 durch die Gründung von HEiKA institutionalisiert. Damit war das Ziel verbunden, die jeweils spezifischen Kompetenzen von Wissenschaftlern beider Einrichtungen zusammenzuführen, um in wegweisenden Arbeitsfeldern eine kritische Masse für international sichtbare Spitzenforschung zu erreichen. Seitdem arbeiten die Partner über jeweils mehrere Kooperationsprojekte, die inzwischen in sechs Forschungsbrücken zusammengefasst sind, auf gemeinsam definierten Themenfeldern eng zusammen. Mit zwei HEiKA-Clusterinitiativen sind das Karlsruher Institut für Technologie und die Universität Heidelberg im Wettbewerb der Exzellenzstrategie vertreten.

Die jetzt unterzeichnete Rahmenvereinbarung erweitert die bisherige HEiKA-Kooperation auf der Basis der bestehenden Strukturen zu einer strategischen Partnerschaft, die einen deutlich erweiterten Umfang in der Zusammenarbeit ermöglicht. Längerfristige Ziele sind die Einrichtung gemeinsamer Forschungsinstitute sowie institutionenübergreifender Studiengänge und Graduiertenschulen. Auch die Bereiche Innovation und Transfer sollen verstärkt zusammen angegangen werden. Ein bereits praktiziertes Beispiel ist InnovationLab, eine gemeinsam mit Unternehmen getragene anwendungsorientierte Forschungsplattform mit dem Fokus Technologietransfer.

Glossar

  • Mit Kompetenz im biologischen Sinn ist die Eigenschaft eines Bakteriums gemeint, DNA von außen aufnehmen zu können.
  • In einem Cluster arbeiten Unternehmen – die auch miteinander in Wettbewerb stehen können – mit weiteren Partnern aus Forschung, Wissenschaft und Verbänden in einem Wirtschaftsraum zielbezogen zusammen, um gemeinsam einen höheren Gesamtnutzen zu erzielen. Die Kombination von inhaltlicher und räumlicher Nähe der verschiedenen Akteure entlang der Wertschöpfungskette eröffnet die Möglichkeit, Innovationsprozesse zu implementieren.
  • Von einer Clusterinitiative wird gesprochen, wenn die in Netzwerken entstandenen innovationsorientierten Kooperationsbeziehungen zunehmend strategisch und systematisch abgestimmt und dokumentiert werden, Lücken gezielt geschlossen und diese Aktivitäten organisatorisch fundiert werden, beispielsweise durch Einbindung in eine Trägerorganisation.
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