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KIT erhält Helmholtz-Graduiertenschule sowie Kolleg

Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren fördert in den kommenden sechs Jahren erstmals eine Helmholtz-Graduiertenschule und ein Helmholtz-Kolleg am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Helmholtz-Graduiertenschule KIT-GRACE widmet sich der Klima- und Umweltforschung. Ziel ist eine strukturierte Doktorandenfortbildung auf hohem Niveau. Mit katalytischen Prozessen im Energiesektor befasst sich das Helmholtz-Kolleg Energierelevante Katalyse.

Nachwuchswissenschaftler erwerben in Helmholtz-Graduiertenschulen und –Kollegs fachliche Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen. © Hardy Müller

Die KIT-Graduate School for Climate and Environment, kurz KIT-GRACE, ist eine Einrichtung des KIT-Zentrums Klima und Umwelt mit der TU Darmstadt als Kooperationspartner. Von der Helmholtz-Gemeinschaft erhält die Graduiertenschule 2,7 Millionen Euro für eine Laufzeit von sechs Jahren. „Ziel der Fortbildung ist, Doktoranden Analyse- und Problemlösungskompetenz für komplexe Klima- und Umweltfragen zu vermitteln“, erklärt der Sprecher von KIT-GRACE, Professor Stefan Hinz.

Darüber hinaus sollen die Promovenden Schlüsselqualifikationen wie Konfliktmanagement erwerben und Unternehmerbewusstsein entwickeln – wichtige Eigenschaften für die spätere Karriere in Wissenschaft, Wirtschaft oder Behörden. Ein weiteres wesentliches Anliegen von KIT-GRACE ist, Doktorandinnen und Doktoranden die Fähigkeit zur internationalen Vernetzung zu vermitteln. Dazu dienen beispielsweise ein dreimonatiger Auslandsaufenthalt sowie die von KIT-GRACE unterstützte Interaktion mit internationalen Experten in der eigenen Promotionsarbeit und bei Ausbildungsmodulen.

Die Helmholtz-Graduiertenschule zeichnet sich durch ein klar strukturiertes Qualifizierungskonzept mit verschiedenen Modulen und intensiver Betreuung aus. Den wissenschaftlichen Rahmen und die Infrastruktur für KIT-GRACE stellt das KIT-Zentrum Klima und Umwelt bereit. Um kurze Wege zu gewährleisten, finden alle Veranstaltungen in Karlsruhe statt. KIT-GRACE soll spätestens Anfang 2011 ihre Arbeit aufnehmen.

Helmholtz-Kolleg Energierelevante Katalyse

Im Helmholtz-Kolleg Energierelevante Katalyse (Energy-Related Catalysis) befassen sich Doktoranden mit der Lösung der Energie- und Rohstoffprobleme des 21. Jahrhunderts anhand katalytischer Verfahren. Zahlreiche Institute und Gruppen des KIT aus verschiedenen Fachrichtungen sind an dem Helmholtz-Kolleg beteiligt; Kooperationspartner ist auch die Universität Heidelberg. Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert das Kolleg gemäß Ausschreibung für sechs Jahre mit 1,8 Millionen Euro. „Mit seinem interdisziplinären Ansatz an der Schnittstelle von Energie und Katalyse ist die Einrichtung deutschlandweit einzigartig“, erklärt der Sprecher des Kollegs, Professor Olaf Deutschmann.

Die Katalyse nimmt eine Schlüsselfunktion bei der nachhaltigen Umwandlung und Nutzung chemischer Energieträger ein. Forschung und Entwicklung bringen Physik, Chemie, Biologie, Verfahrenstechnik, Energietechnik und Materialwissenschaften zusammen. Das Kolleg Energierelevante Katalyse verbindet Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Entwicklung. Neben der wissenschaftlichen Qualifikation sollen die Doktorandinnen und Doktoranden Kompetenzen in Teamfähigkeit und Personalführung erwerben; dazu werden sie direkt in die Lehre eingebunden. Die Promovenden werden international rekrutiert. Auch das Helmholtz-Kolleg Energierelevante Katalyse wird spätestens Anfang 2011 starten. Das KIT gewinnt durch beide Einrichtungen an Attraktivität im Wettbewerb um die besten Nachwuchswissenschaftler.

Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert derzeit acht Graduiertenschulen und elf Helmholtz-Kollegs.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und staatliche Einrichtung des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

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