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Kretschmann informiert sich über neue Forschungsstrategie im Bereich Bioenergie

„Nachwachsende Rohstoffe haben ein großes Potential für die Energiegewinnung. Dabei kommt es entscheidend auf die Nachhaltigkeit der Biomassenutzung und ihre Vereinbarkeit mit Naturschutz, biologischer Vielfalt und Klimaschutz an“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann anlässlich eines Besuchs der Universität Hohenheim am Donnerstag, dem 28. Juli 2011.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann steht auf dem Freigelände der Universität Hohenheim an einem Versuchsfeld für nachwachsende Rohstoffe neben Miscanthus-Gras. © dpa

„Die Universität Hohenheim ist in der Pflanzenzüchtung und bei der Forschung im Bereich der nachwachsenden Rohstoffen sehr kompetent, sie hat zudem große Erfahrung in der Biogasherstellung. Es ist daher erfreulich, dass die Universität ihre Lehr- und Forschungskapazitäten auf diesem Gebiet bündelt.“

Durch vernetzte Forschung wolle die Universität Hohenheim ihre Aktivität zum Thema Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe intensivieren. Der ganzheitliche Ansatz mit Schwerpunkt auf der nachhaltigen Produktion und Verarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe solle eine Lücke in der bisherigen Forschungslandschaft schließen. Die umfangreichen Spezialkenntnisse zur nachhaltigen Bereitstellung und Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Rohstoffe würden gebündelt, so der Rektor der Universität Hohenheim, Prof. Dr. Hans-Peter Liebig.

Der Studiengang "Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe" ist einzigartig

Organisatorisch solle die Forschung in einem „Zentrum für Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe“ gebündelt werden. „Durch diesen Beschluss fügen wir viele Mosaiksteinchen, die an der Universität vorhanden waren, zu einem stimmigen Bild zusammen, das künftig noch weiter wachsen soll“, erklärte Prof. Dr. Liebig. Neben der internen Zusammenarbeit bestünden bereits Kooperationen mit der Universität Stuttgart, Gespräche für weitere Kooperationen mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) laufen. „In beiden Fällen handelt es sich um Partner, die über besondere Expertise im Technik-Bereich verfügen, so dass sie sich mit unserem Zentrum ideal ergänzen“, so Liebig.

Ergänzt werde die Forschung durch den Studiengang „Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe“ – dem einzigen Bachelor-Studiengang dieser Art in Deutschland. Weitere 50 Jungakademiker können seit dem vergangenen Wintersemester im dazugehörigen Masterstudiengang starten.

Hintergrund:

An der Universität Hohenheim wollen Experten für Pflanzenzüchtung, Landnutzung, Pflanzenproduktion, Agrartechnik, Energiegewinnung, Ökologie und Ökonomie künftig intensiv zusammenarbeiten, um die gesamte Produktionskette von Bioenergie untersuchen zu können.

Mehrere Lehrstühle aus den Bereichen der Pflanzenproduktion, Agrartechnik und Agrarökonomie sowie die Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie beteiligen sich bereits an dem neuen Forschungszentrum.

Die Universität bildet aktuell circa 500 Studierende im Bachelor-Studiengang „Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe“ aus. Weitere 50 Jungakademiker starteten zum vergangenen Wintersemester im dazugehörigen Masterstudiengang. In der Ausbildung kooperiert die Universität Hohenheim auch mit den Hochschulen Nürtingen und Rottenburg.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/de/fachbeitrag/pm/kretschmann-informiert-sich-ueber-neue-forschungsstrategie-im-bereich-bioenergie/