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Umwelttechnologie-Netzwerk: Untersteller reist nach Kroatien

Umweltminister Franz Untersteller reiste im September 2012 nach Zagreb, um dort unter anderem zu politischen Gesprächen mit seinem kroatischen Amtskollegen, Mihael Zmajlović, zusammenzutreffen. Auch sind Gespräche mit dem für die Energieeffizienz zuständigen Minister für Bauwesen und Raumplanung, Ivan Vdroljak, dem Minister für Handel und Unternehmertum, Gordon Maras, und dem Zagreber Bürgermeister Milan Bandić geplant.

Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg © Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Am 18. September eröffnete Untersteller einen Workshop „Innovative Umwelttechnologien“, in dem Perspektiven einer vertieften Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und Kroatien in den Bereichen Wirtschaft, Politik und Verwaltung erörtert wurden.

Franz Untersteller: „Kroatien und Baden-Württemberg pflegen im Rahmen der europäischen Donauraumstrategie bereits seit längerem eine enge Partnerschaft. Der Schutz der Umwelt und des Klimas ist Teil dieser Strategie, mein Ziel ist es, mit Kroatien ein Umwelttechnologie-Netzwerk zu knüpfen und durch gemeinsame Projekte die Umweltbedingungen im gesamten Donauraum nachhaltig zu verbessern.“

Neue Marktchancen für die Umwelttechnologiebranche

Über eine enge Zusammenarbeit eröffneten sich auch neue Marktchancen für die exportorientierte baden-württembergische Wirtschaft, sagte Untersteller vor der Abreise. Das gelte ganz besonders für die Umwelttechnologiebranche, die allgemein als Branche mit dem weltweit größten Wachstumspotenzial gelte. Er sei überzeugt, dass die Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts in den Bereichen Umwelttechnik und Ressourceneffizienz lägen, so Untersteller.

„Der Austausch von Know-how und von Erfahrungen zu beiderseitigem Nutzen ist das Ziel der baden-württembergisch-kroatischen Zusammenarbeit. Von einer stärkeren Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Wasser, Luft und Abfallentsorgung können Umwelt und Wirtschaft beider Länder profitieren.“

Hintergrundinfo Donauraumstrategie

Die EU-Strategie für den Donauraum wurde vor einem guten Jahr, am 24. Juni 2011, vom Europäischen Rat verabschiedet. Ziel dieser Großraumstrategie ist es, den Wohlstand im Donauraum zu erhöhen und die Umsetzung europäischer Rechtsvorschriften in den beteiligten Staaten zu fördern. Gleichzeitig sollen und auf diesem Wege auch diejenigen Staaten, die noch nicht EU-Mitglieder sind, näher an eine Mitgliedschaft herangeführt werden.

Mehr zur Donauraumstrategie aus Sicht des Umweltministeriums: https://www.biooekonomie-bw.dewww.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/85106/

Für Baden-Württemberg bietet der Donauraum wegen seiner wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Dynamik insbesondere auf dem Gebiet der unternehmerischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit große Chancen. Allein für die Anpassung an die Umweltstandards der EU sind in den EU-Beitrittskandidaten, zu denen Kroatien zählt, enorme Investitionen erforderlich. Der Umbau der Gewerbe- und Industriestruktur des Landes sollte auch als Chance begriffen werden, die Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Energieeffizienz und Innovation zu gestalten.

Zwischen Baden-Württemberg und Kroatien gibt es seit längerem bereits vielfältige Kooperationen im staatlichen und wirtschaftlichen Bereich. 

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/de/fachbeitrag/pm/umwelttechnologie-netzwerk-untersteller-reist-nach-kroatien/