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Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt Erde

Baden-Württemberg ist bestrebt, den Beitrag der Wissenschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung zu stärken. Neue Formen des Wissenstransfers und der Partizipation sollen die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaftseinrichtungen, Hochschulen und Forschungsinstituten stärken. Als weiteren zentralen Baustein nannte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer den Innovations- und Qualitätsfonds. Im Rahmen des Fonds werden bis 2015 acht Millionen Euro bereitgestellt, um innovative Ansätze zu fördern.

Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg © Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

"Baden-Württemberg ist entschlossen, an der Umgestaltung unserer Wirtschafts- und Lebensweise hin zu einer nachhaltigen Entwicklung mit voller Kraft mitzuwirken. Innovationsstarke Länder wie Baden-Württemberg können bei dieser epochalen Aufgabe eine wichtige Rolle spielen und dabei ein neues, zukunftsfähiges Profil gewinnen. Mehr noch: Sie können und sollten sich als Zugpferde sehen und die Entwicklung anführen." Dies sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am 6. Februar 2012 in Berlin. Anlass war die Veranstaltung „Transformatives Wissen schaffen - Initiative im Wissenschaftsjahr ‘Zukunftsprojekt Erde’“, mit der Baden-Württemberg gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen eine der ersten Initiativen in Deutschland zum Wissenschaftsjahr 2012 gestalteten.

Ihr gehe es primär auch darum, den Beitrag der Wissenschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung zu stärken. „Die technischen, sozialen und intellektuellen Innovationen, die wir benötigen, werden in erster Linie aus den wissenschaftlichen Einrichtungen hervorgehen müssen. Als Zukunftslabore tragen die Wissenschaftseinrichtungen, Hochschulen und Forschungsinstitute mit Grundlagenforschung und Innovationen zur nachhaltigen Entwicklung bei“, sagte die Ministerin. Kern einer Wissenschaft für Nachhaltigkeit sei die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Dabei gehe es um neue Formen des Wissenstransfers und auch um neue Formen der Partizipation.

Strategie „Wissenschaft für mehr Nachhaltigkeit“

Ministerin Bauer: „Wir werden die Vernetzung von Hochschulen zum Thema Nachhaltige Entwicklung gezielt unterstützen und Initiativen für ‘Bildung für Nachhaltige Entwicklung’ ergreifen. Wir haben darüber hinaus eine Expertengruppe eingerichtet, mit der wir Themenfelder definieren wollen, auf denen wir die wissenschaftlichen Beiträge für Nachhaltigkeit stärken wollen. Ein weiterer zentraler Baustein wird der Innovations- und Qualitätsfonds. Mit ihm verfügt das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg über ein Instrument zur Stärkung der Qualität und Leistungsfähigkeit der Hochschulen sowie zur Umsetzung innovativer Ziele und Schwerpunkte. Im Rahmen des Fonds werden wir eine eigene Förderlinie zur Stärkung der Nachhaltigkeit in den Hochschulen auflegen. Für diese Programmlinie werden bis 2015 acht Millionen Euro bereitgestellt, um innovative Ansätze zu fördern."

Ziel sei jedoch auch, den Betrieb der Hochschulen selbst ökologischer zu gestalten. Besonders wichtig sei ihr dabei, dass auch das Engagement der Studierenden Eingang in diesen Prozess finde, betonte die Ministerin. Gerade sie seien es, die immer wieder Nachhaltigkeitsthemen angesprochen und Entwicklungen angestoßen hätten. „Die hohe Sensibilität unserer Studierenden für Fragen der Nachhaltigkeit müssen wir unbedingt nutzen“, so die Ministerin.

Nachhaltigkeit stärkt Standort

Von nachhaltiger Wissenschaft könnten auch Baden-Württembergs Wirtschaft und der Innovationsstandort insgesamt profitieren. Theresia Bauer: „Baden-Württembergs Umweltwirtschaft gibt aktuell 16.000 Menschen Arbeit und erzielt über 4 Milliarden Euro Umsatz. Sie ist eine der starken Branchen im Land - und sie wird, daran gibt es keinen Zweifel, noch stärker werden“. Insofern liege für Baden-Württemberg in der Nachhaltigkeit die Chance, auch im 21. Jahrhundert zu den führenden Technologiestandorten der Welt zu gehören.

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