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Bioprozesstechnik – Schlüsseldisziplin der Biotechnologie

Datum
Ort
Esslingen
Adresse
Hochschule Esslingen
Standort Stadtmitte, Raum S05.107
Kanalstr. 33
73728 Esslingen
Art
Informationsveranstaltung
Veranstalter
Hochschule Esslingen, University of Applied Sciences
Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Richard Biener
Telefon + 49 (0)711 397-3551
E-Mail: richard.biener(at)hs-esslingen.de
Links
Master Bioprozesstechnik (BTM) Hochschule Esslingen

Glossar

  • Biotechnologie ist die Lehre aller Verfahren, die lebende Zellen oder Enzyme zur Stoffumwandlung und Stoffproduktion nutzen.
  • Enzyme sind Katalysatoren in der lebenden Zelle. Sie ermöglichen den Ablauf der chemischen Reaktionen des Stoffwechsels bei Körpertemperatur.
  • Insulin ist ein Hormon, das in den ß-Zellen der Langerhans’schen Inseln der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und die Senkung des Blutzuckerspiegels bewirkt. Zuckerkranken (Diabetikern) fehlt dieses Hormon.
  • Monoklonale Antikörper sind strukturell identische Antikörper, die daher auch über die exakt gleiche Bindungsstelle für ein Antigen verfügen.
  • Biopharmaka sind Arzneimittel, die mit Hilfe von biologischen Systemen hergestellt werden.
  • Fermentiation ist die Bezeichnung für die Umsetzung von biologischen Materialien mit Hilfe von Mikroorganismen oder durch Zusatz von Enzymen (Fermenten). Im eigentlichen Sinn handelt es bei der Fermentation um die anaerobe Oxidation von Zuckern zum Zwecke der Energiegewinnung des metabolisierenden Organismus.
  • Eine Zellkultur ist ein Pool von gleichartigen Zellen, die aus mehrzelligen Organismen isoliert wurden und in künstlichem Nährmedium für Forschungsexperimente im Labor (in vitro) gehalten werden.
  • L-Lysin ist eine basische und essentielle Aminosäure.

Am Freitag, dem 27. Oktober 2017 findet um 17.30 Uhr an der Hochschule Esslingen wieder eine Infoveranstaltung zum berufsbegleitenden Masterstudiengang Bioprozesstechnik statt.

Die Bioprozesstechnik stellt eine Schlüsseldisziplin der Biotechnologie dar, in der interdisziplinär zusammengesetzte Teams technische Verfahren für die industrielle Produktion im Bereich der roten Biotechnologie (Herstellung von Biopharmazeutika wie z.B. Insulin und monoklonale Antikörper sowie von Diagnostika) und weißen Biotechnologie (Herstellung von Enzymen, Biopolymeren und Feinchemikalien wie z.B. Lysin für Futtermitteladditive) entwickeln.

Aber auch in anderen Branchen wie der Lebensmittelindustrie, im Umweltschutz oder bei der Gewinnung erneuerbarer Energien spielen biotechnologische Stoffumwandlungen eine große Rolle. Der berufsbegleitende Studiengang „Bioprozesstechnik (M.Eng.)“ lehrt vertiefte Kenntnisse in den Bereichen Bioverfahrenstechnik, Metabolic Engineering, Fermentationstechnik, Zellkulturtechnik, Aufarbeitungstechnik, Automatisierungstechnik, Prozessanalysentechnik und Simulationstechnik. Es wird anhand von praktischen Beispielen die gesamte Prozesskette der biotechnologischen Wertstoffherstellung (Up- und Downstream Processing) vermittelt.

Interessierte können sich über den oben angegebenen Link für die Infoveranstaltung anmelden.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/de/veranstaltungen/bioprozesstechnik-schluesseldisziplin-der-biotechnologie/