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Extricom - Innovationskraft für Doppelschneckenmaschinen

Das Lauffener Unternehmen Extricom GmbH beschäftigt sich seit 30 Jahren mit der Entwicklung und Fertigung gleichsinnig drehender Schneckensysteme. Das Familienunternehmen steht seit Jahrzehnten für Innovationskraft im Bereich der Dopppelschneckenextruder. Dieses Maschinenkonzept wurde durch die Firma Extricom GmbH evolutionär zum RingExtruder RE® weiterentwickelt und patentiert.

In der Kunststoffindustrie sind Doppelschneckenextruder ein bedeutender Bestandteil der Produktionskette. Der Doppelschneckenextruder, der zur Aufbereitung von Kunststoffschmelzen verwendet wird, besteht unter anderem aus zwei ineinander greifenden Scheckenwellen, die das Polymer durch einen beheizten Zylinder transportieren. Die Hauptaufgabe des Extruders ist dabei die gezielte Durchführung bestimmter Stoffmodifikationsprozesse. Das aus einem Ingenieurbüro gewachsene Unternehmen Extricom bietet Komponenten, wie Schnecken- und Knetelemente, Tragwellen und Gehäuse für die verschiedensten Doppelschneckenextruder an. „Extricom ist ein alternativer Lieferant für Verschleiß- und Ersatzteile für Doppelschneckenmaschinen", erklärt Michael Erdmann, verfahrenstechnischer Leiter des Unternehmens. „Doch Extricom versteht sich nicht nur als Lieferant von Stahl und Eisen, sondern auch als Know-How-Träger im Bereich der Doppelschneckenmaschinen." Denn das Unternehmen hat ein eigenes Extrusionssystem entwickelt, den sogenannten RingExtruder. „Der RingExtruder basiert auf den Doppelschneckenmaschinen, hat jedoch zwölf anstatt der zwei Schnecken", erklärt Erdmann. Im firmeneigenen Extrusions-Technikum mit angegliedertem Labor am Standort Lauffen wird die RingExtruder-Technologie demonstriert, Aufbereitungsprozesse werden entwickelt und optimiert sowie Mitarbeiter und Kunden in der Extrusion geschult.

RingExtruder bietet neue Möglichkeiten

Der RingExtruder RE7 XP mit einer Antriebsleistung von 780 kW bei 300 1/min. © Extricom GmbH

Der RingExtruder bringt im Vergleich zu den Doppelschneckensystemen in vielen unterschiedlichen Bereichen wesentliche Vorteile. Anwendung findet das System unter anderem beim Compoundieren von Polyolefinen, dem Verstärken technischer Kunststoffe mit Glas-, Kohle- oder Naturfasern sowie bei der Herstellung von Polymerblends und Legierungen. „Im RingExtruder werden Kunststoffrohmaterialien modifiziert, indem zum Beispiel Pigmente und Verstärkungsstoffe eingearbeitet oder chemische Reaktionen durchgeführt werden", erklärt Erdmann. Der RingExtruder RE® XP verfügt über zwölf sich gleich sinnig drehende Schnecken, die ringförmig angeordnet sind. Damit eröffnet er in der Aufarbeitung und Verarbeitung von Kunststoffen zahlreiche neue Möglichkeiten.

Produktschäden werden vermieden

Schneckenpaket des RingExtruders mit zwölf gleichsinnig drehenden, dicht kämmenden Schnecken. © Extricom GmbH

„Einer der Vorteile des RingExtruders ist eine bessere Dispergierwirkung aufgrund erhöhter Dehnströmungsanteile. Dies bedeutet, dass die Zuschlagstoffe innerhalb der Polymerschmelze besser zerteilt und homogen vermischt werden. Die Maschine arbeitet aufgrund der zwölf Schnecken wesentlich effizienter als herkömmliche Doppelschneckenextruder", so Erdmann. Dadurch wird das Material gleichmäßiger bearbeitet, und Temperaturspitzen sowie die damit einhergehenden Produktschädigungen können vermieden werden. Gleichzeitig schont der RingExtruder das Material durch die geringere Einleitung von mechanischer Energie. Dabei zeigt sich auch die hohe Energieeffizienz des Geräts. „Bei vielen Doppelschneckenmaschinen hat man das Problem, dass durch die Energieeinleitung in die Schmelze besonders hohe Temperaturen erzeugt werden, die nicht mehr kontrollierbar sind. Durch die Geometrie des RingExtruders hat man bessere Möglichkeiten, auf die Temperatur der Schmelze Einfluss zu nehmen", erklärt der Kunststoffexperte. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Entgasungsleistung des Gerätes. In vielen Prozessen müssen flüchtige Komponenten wie Feuchtigkeit oder Zersetzungsprodukte mit einem Vakuum aus der Polymerschmelze entfernt werden. Das bessere Verhältnis von Oberfläche zu Volumen beim RingExtruder führt dazu, dass die Entgasungseffizienz deutlich besser ist.

Der RingExtruder erleichtert die Arbeit mit Biopolymeren

Natürlich können auch Biopolymere mit der RingExtruder-Technologie aufbereitet werden. Die Vorteile der Maschine entfalten gerade bei den hoch empfindlichen Biopolymeren ihre Wirkung. „Biopolymere sind häufig thermisch und mechanisch empfindlich. Sie neigen dazu, sich bei bestimmten Temperaturen oder bei starker mechanischer Beanspruchung zu zersetzen“, erklärt Erdmann. Die verbesserte Temperaturkontrolle und effizientere Energieeinleitung des RingExtruders von Extricom demonstrieren also auch bei Biopolymeren seine Überlegenheit gegenüber den modernen Doppelschneckenextrudern.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/aktuell/extricom-innovationskraft-fuer-doppelschneckenmaschinen