zum Inhalt springen
Powered by

Antibiotika & Co: Insilico und seine Partner verbessern die biotechnologische Produktion

Ein Netzwerk-Spezialist agiert im Netzwerk: Insilico Biotechnology bringt sein Knowhow zum bakteriellen Stoffwechsel und zu genombasierten Stoffwechsel-Simulationen in das BMBF-Verbundprojekt GenBioCom ein. Ziel ist es, den kommerziellen Nutzen von Actinomyces-Bakterien als Wert- und Wirkstoff-Produzenten zu verbessern und zu erweitern.

Actinomyceten sind Bakterien der besonderen Art. Vor allem die Untergruppe der Streptomyceten stellt kommerziell hoch interessante Lieferanten von Antibiotika, von Enzymen und anderen Wertstoffen für die Weiße Biotechnologie. Rund 4000 der bisher etwa 6000 bekannten Antibiotika werden als Sekundärstoffe von Streptomyceten produziert.

Das Potenzial ist also gewaltig und soll jetzt systematisch genutzt und ausgebaut werden. Dazu tritt ein Verbund aus deutschen Forschungseinrichtungen und Unternehmen an. Insilico Biotechnology ist einer der beiden direkt beteiligten Industriepartner. Das Unternehmen steuert sein Wissen, seine Daten und seine Erfahrung zur Simulation von bakteriellen Stoffwechselvorgängen bei. "In diesem Projekt werden wir auf der Basis genombasierter Netzwerkmodelle, die den Primär- mit dem Sekundärstoffwechsel verbinden, erstmals streng systematisch Effizienzsteigerungen zur Produktion der gewünschten Stoffe erarbeiten", sagt Insilico-CEO Klaus Mauch.

Genomische Daten werden ebenso wie Transkript- und Metabolom-Daten genutzt, um neue Wege für Produktionsverbesserungen zu finden. Darüber sollen die Antibiotika-Erträge erhöht werden. Neben den Projektpartnern werden auch die Kunden von Insilico Biotechnology profitieren: Insilico stärkt durch die Projektmitarbeit seine Kompetenz als Lösungsanbieter für die industrielle Bioproduktion, erweitert seine Methoden zur Identifizierung von Wirkmechanismen für die produktionsorientierte Stoffwechseloptimierung. Außerdem wird das Insilico-Repertoire an Netzwerkmodellen um wirtschaftlich interessante Actinomyceten-Stämme erweitert.

GenBioCom wird koordiniert von Prof. Wolfgang Wohlleben an der Universität Tübingen und gefördert vom BMBF: Drei Millionen Euro investiert das Bundesministerium in das ehrgeizige Drei-Jahres-Projekt mit Nachhaltigkeitsanspruch: Neue und in ihrem Ertrag optimierte Produkte sollen einer direkten industriellen Verwertung zugeführt werden. Daran ist Insilico Biotechnology wesentlich beteiligt. Das Unternehmen wird mögliche industrielle Kunden für die Anwendung qualifizieren.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/pm/antibiotika-co-insilico-und-seine-partner-verbessern-die-biotechnologische-produktion