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Hochschule stärkt angewandte Forschung

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestalten (HTWG) Konstanz setzt künftig in der angewandten Forschung und im Technologietransfer noch stärker auf Schwerpunktbildung und Interdisziplinarität. Drei neue Institute werden zu diesem Zweck gegründet: das Institut für Werkstoffsystemtechnik Konstanz, das Institut für Optische Systeme Konstanz und das Konstanz Institut für Corporate Governance.

Der Entwicklung von Forschungsschwerpunkten ging ein breiter Diskussionsprozess an der Hochschule voraus. Das Ziel war, "die Forschung noch stärker zu verstetigen und durch erkennbare interdisziplinäre Schwerpunkte das Profil der Hochschule nach außen hin zu schärfen", so Professor Gunter Voigt, Vizepräsident für Forschung. Die neuen Einrichtungen agieren im Rahmen des Institutes für Angewandte Forschung, das alle Forschungsaktivitäten an der Hochschule betreut und koordiniert. Alle neuen Institute arbeiten über Fakultätsgrenzen hinaus.

So hat das Institut für Werkstoffsystemtechnik Konstanz die drei Arbeitsgebiete Metallische Werkstoffe, Kunststofftechnik und Isolierwerkstoffe. Die am Institut tätigen Professoren Paul Gümpel, Carsten Manz und Gunter Voigt kommen aus den Fakultäten Maschinenbau sowie Elektrotechnik und Informationstechnik. Ihre Forschungen gehen über die reine Werkstoffkunde hinaus und beinhalten sowohl die Interaktion der Werkstoffe mit der Umgebung, also auch Disziplinen wie Tribologie und Korrosion. Andererseits schließen sie auch die Herstellung und Verarbeitung der Werkstoffe mit ein. Die einzelnen Arbeitsgebiete sind entsprechend strukturiert. Professor Gümpel forscht auf dem Gebiet der metallischen Werkstoffe, Professor Manz über Kunststofftechnik und Professor Voigt über Isolierwerkstoffe.

Im Institut für Optische Systeme widmen sich die Professoren Claus Braxmaier, Matthias Franz und Bernd Jödicke der Optik als Querschnittstechnologie. Sie lehren in den Fakultäten Maschinenbau, Informatik und Bauingenieurwesen. Ihr gemeinsamer Forschungsschwerpunkt hat sich bereits seit geraumer Zeit über die Fakultäten hinweg synergetisch herausgebildet. Expertisen der optischen Messtechnik sollen im Institut mit jenen der Bildverarbeitung und der schnellen Signalverarbeitung verbunden werden. Unterstützt werden die Professoren durch ihre Kollegen Carsten Manz, Werner Kleinhempel, Oliver Bittel, Rüdiger Reiß und Klaus Durst.

Gegenstand der Forschungen im Konstanz Institut für Corporate Governance ist "eine ganzheitliche Konzeption der betriebswirtschaftlichen Forschung auf diesem Gebiet", so Professor Josef Wieland, der mit seinen Kollegen Professor Werner Volz und Professor Peter Franklin die neuesten Entwicklungen in der ökonomisch, rechtlich und sozial verantwortungsvollen Unternehmensführung untersuchen will. Dabei spielen Aspekte der Compliance und des Risiko-Managements, also der Integrität von Geschäftsprozessen und der Corporate Governance mit einem besonderen Schwerpunkt auf internationale Standards, aber auch auf die Anforderungen an mittelständische Betriebe, eine wichtige Rolle. Fachgebiete wie interkulturelles Management, Finanzierung und Controlling haben bei den Forschungen ebenfalls einen hohen Stellenwert.

Alle Projekte erhalten zunächst eine Grundförderung durch die Hochschule. Durch den hohen Anwendungsbezug und den Kooperationen mit der Wirtschaft sollen sich die Institute mittel- und langfristig durch Einwerbung von Drittmitteln selbst tragen.

Eng verzahnt sind die Projekte auch mit der Lehre. Studierende werden in den Prozess mit einbezogen, in Lehrveranstaltungen werden die neuesten Erkenntnisse theoretisch, aber vor allem auch praxisnah vermittelt.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/pm/hochschule-staerkt-angewandte-forschung