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Ilse Aigner besucht herausragende Bioenergieprojekte in Baden-Württemberg

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner besichtigte in Begleitung von Minister Peter Hauk baden-württembergische Leuchtturmprojekte der Bioenergie. Dabei standen neben der bioliq-Anlage des Karlsruher Instituts für Technologie auch die besonders effiziente Biogasanlage in Walldürn-Altheim sowie die Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber auf dem Programm.

"Baden-Württemberg ist im bundesweiten Vergleich Vor- und Spitzenreiter in Sachen Bioenergie. Der dezentrale Ausbau von Erzeugung und Nutzung der Bioenergie bietet Chancen für unsere heimische Landwirtschaft und stellt einen wichtigen Standortvorteil für die mittelständischen Unternehmen im ländlichen Raum dar", sagte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, am Freitag (28. August) in Walldürn-Altheim (Neckar-Odenwald-Kreis), anlässlich des Besuchs von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner MdB in Baden-Württemberg.

Stroh im Tank - Synthesekraftstoffe aus biogenen Reststoffen

Aus Stroh wird Sprit: das bioliq®-Verfahren zur Herstellung von Kraftstoffen aus Biomasse © KIT

Im Rahmen der Informationsfahrt besichtigte die Bundesministerin in Begleitung von Minister Hauk am Vormittag zunächst die biolioq®-Anlage des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Das KIT will mit dem biolioq®-Verfahren in einem mehrstufigen Prozess in erster Linie aus biogenen Reststoffen wie zum Beispiel Stroh und Waldrestholz (Holz, das am Markt nicht zu verkaufen ist) synthetische Diesel- und Ottokraftstoffe gewinnen.

Sowohl Land als auch Bund haben erhebliche Fördermittel in das Projekt investiert, welches in verschiedenen Bauabschnitten bis 2011 vollständig realisiert sein soll. Für dieses Verfahren erhielt das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bereits am 25. August von der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" und der Deutschen Bank die Auszeichnung "Ausgewählter Ort 2009". "Um die von der baden-württembergischen Landesregierung formulierten Ziele in der Energiepolitik bis 2020 zu erreichen, ist eine möglichst hohe Energieeffizienz zwingend notwendig", erklärte Hauk die Notwendigkeiten der Bioenergie für die Zukunft. "Passende Antworten und verschiedene Möglichkeiten, wie wir in Baden-Württemberg unserer Verpflichtung im Energiesektor nachkommen, zeigen Projekte wie die heute präsentierten".

Effiziente Biogaserzeugung in Walldürn-Altheim

Am Nachmittag stand der Besuch einer Biogasanlage in Walldürn-Altheim auf dem Programm. "Das Besondere der Biogasanlage in Walldürn-Altheim ist eine hohe Energieeffizienz, die sich durch einen hohen Anteil von Wirtschaftsdünger beim Einsatz der Gärsubstrate bei vollständiger Nutzung der Wärme in der Kraft-Wärme-Kopplung auszeichnet", betonte Hauk.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien und dabei insbesondere der Bioenergie sei und bleibe in Baden-Württemberg ein zentrales Instrument des Klimaschutzes, um Treibhausgasemissionen zu vermindern und zugleich die Versorgungssicherheit durch eine diversifizierte Energieversorgung zu erhöhen. Das Land nehme in dieser Frage eine Vorbildfunktion ein.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (Mitte) und Minister Peter Hauk (ganz rechts) sowie (v.l.n.r.) die Herren Lauer, Eisen, Dr. Ginter, Damm und Wuttke von der Bioenergieregion Hohenlohe-Odenwald-Tauber © Bioenergieregion Hohenlohe-Odenwald-Tauber

Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber

Abschließend präsentierte sich die Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber als eine der 25 Siegerregionen eines Wettbewerbs des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Dabei schaltete Aigner die Internetseite der Region per Mausklick online. Das Ziel der Bioenergieregion Hohenlohe-Odenwald-Tauber ist es, die Bioenergiepotenziale in der Region stärker zu nutzen sowie die einzelnen Initiativen miteinander zu vernetzen, um auf diese Weise mehr Unabhängigkeit in der Energieversorgung zu erreichen und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/pm/ilse-aigner-besucht-herausragende-bioenergieprojekte-in-baden-wuerttemberg