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„MONA“ analysiert Biomethan-Anlagen

Unter dem Titel MONA – Monitoring des Biomethanproduktionsprozesses – untersucht ein Forschungsverbund aus 6 Partnern seit Mai dieses Jahres anhand von Praxisanlagen unterschiedliche Biogasaufbereitungs-Verfahren. In dem Projekt unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und unter Beteiligung von Wissenschaftlern der Universität Stuttgart werden 10 bestehende Anlagen in Deutschland, die Biogas zur Einspeisung in das Erdgasnetz oder zur Nutzung als Treibstoff aufbereiten, analysiert.

Eine Biogasanlage hinter einem Maisfeld © Agentur für erneuerbare Energien

Die Forscher betrachten verschiedene Parameter aus den Bereichen Umweltauswirkungen, Wirtschaftlichkeit, Betrieb und Technik. Ziel ist es, wissenschaftlich beleg- und belastbare Daten zu erhalten.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gefördert.

Zurzeit befinden sich in Deutschland etwa 60 Biogasanlagen mit einer Biogasaufbereitung in Betrieb, rund 70 weitere Anlagen sind in Bau oder Planung. Um die Ziele der Bundesregierung - angestrebt wird eine jährliche Einspeisemenge von 6 Mrd. m³ Biomethan in 2020 - zu erreichen, müssten in den nächsten 10 Jahren 1.000 - 2.000 Biogaseinspeiseanlagen neu gebaut oder bestehende Biogasanlagen mit Vor-Ort-Verstromung umgerüstet werden.

Aufgrund der hohen Klimawirksamkeit von Methan sehen die relevanten Gesetze und Verordnungen Grenzwerte für die Methanemissionen aus Biogasaufbereitungsanlagen vor, welche in den letzten Jahren sukzessiv verschärft wurden. Die Ergebnisse des Projektes können hier Lösungsansätze aufzeigen, beispielsweise, wie eine energetische und wirtschaftliche Optimierung der Biogasaufbereitung bei gleichzeitiger Reduzierung der Methanemissionen möglich ist.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/pm/mona-analysiert-biomethan-anlagen