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Studie zu Wertschöpfungseffekten durch erneuerbare Energien

Die Studie „Wertschöpfungseffekte durch Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg“ wurde am 23. Februar 2012 vom Umweltministerium veröffentlicht. Das mit der Studie beauftragte Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) untersuchte die Wertschöpfungseffekte von Beispielanlagen sowie anhand von drei beispielhaft modellierten Kommunen die regionalökonomischen Vorteile. Vorgestellt werden außerdem sechs ausgewählte Industriefirmen, die in unterschiedlichen EE-Technologiebereichen aktiv sind.

Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg © Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Anlässlich der Veröffentlichung der Studie „Wertschöpfungseffekte durch Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg“ hat Umweltminister Franz Untersteller in Stuttgart auf die großen finanziellen Chancen hingewiesen, die sich den Kommunen durch den Ausbau der erneuerbaren Energien bieten: „Je mehr wir unsere Energie mit heimischen, regenerativen Energiequellen produzieren, umso weniger Kapital muss für Energieimporte aus der Region abfließen.“ Der Ausbau der erneuerbaren Energien schaffe vielmehr neue und sichere vorhandene Arbeitsplätze in den hierbei beteiligten Unternehmen und generiere zusätzliche Steuereinnahmen für die Kommunen. „Die Verwirklichung unserer Ziele, bis zum Jahr 2020 rund 38 Prozent unseres Stroms durch Wind, Sonne, Wasser und Biomasse zu erzeugen und unsere Treibhausgasemissionen um 25 Prozent zu verringern, ist daher nicht nur gut für unsere Umwelt, sondern auch für die kommunalen Haushalte“, erklärte der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

Die vom Institut für ökologische Wirtschaftsförderung (iöw) im Auftrag des Umweltministeriums erarbeitete Studie untersucht anhand von drei beispielhaft modellierten Kommunen die regionalökonomischen Vorteile, die durch ein stärkeres unternehmerisches Handeln im Bereich des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg erzielt werden können. Dabei werden für insgesamt 20 Erneuerbare-Energien-Technologien zur Strom- und Wärmeerzeugung (zum Beispiel Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft, Geothermie oder unterschiedliche Arten der Holzbrennstoff-Bereitstellung) die vollständigen Schritte entlang ihres Lebenszyklus sowie die jeweilige komplette Wertschöpfung ermittelt. Hierunter fallen beispielsweise Investitionen in die Produktion von Anlagen und Anlagenkomponenten oder in deren Planung und Installation, die finanziellen Aufwendungen für Wartung und Instandhaltung oder die erzielbaren zu versteuernden Gewinne der jeweiligen Betreibergesellschaft. Hierbei wird zum Beispiel berücksichtigt, dass Betriebsaufwendungen für Wartungsarbeiten zwar den möglichen Gewinn eines Windparkbetreibers verringern, dafür jedoch Umsätze bei denjenigen Unternehmen erwirtschaften, die diese Dienstleistung anbieten.

„Ohne die engagierte Unterstützung der Kommunen kann die Energiewende nicht gelingen“, so Umweltminister Untersteller. „Die vorliegende Studie liefert den politischen Entscheidungsträgern vor Ort wichtige ökonomische Argumente, um auch hiermit für die notwendige Akzeptanz erneuerbarer Energieträger werben zu können.“

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/pm/studie-zu-wertschoepfungseffekten-durch-erneuerbare-energien