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Baden-Württemberg und seine Unternehmen

Bioökonomie ist ein Modell nachhaltigen Wirtschaftens. Daher gibt es keine Bioökonomiebranche im klassischen Sinne. Es gibt jedoch Unternehmen in Baden-Württemberg, die bereits Biomasse als Rohstoffbasis einsetzen, und die Produkte entwickelt haben oder Prozesse entwickeln.

Die badenova AG & Co. KG produziert Bioerdgas auf Basis von Vatermais und umgeht damit den Teller-Tank-Konflikt, weil Vatermais nur zu Züchtungszwecken angebaut wird. Die TECNARO GmbH aus Ilsfeld/Auenstein bei Heilbronn hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich aus dem Holzstoff Lignin spritzgussfähige Kunststoffe sowie Faserwerkstoffe herstellen lassen. Diese Werkstoffe werden bereits in zahlreichen Produkten eingesetzt. Die fischerwerke GmbH & Co. KG haben einen Dübel im Angebot, der zum Teil aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Der Dübel wird aus einem Zweikomponenten-Nylon hergestellt. Eine der beiden Komponenten wird aus Rizinusöl produziert. Die Daimler AG setzt bei der A-Klasse eine Motorabdeckung ein, die ebenfalls aus einem teilbiobasierten Kunststoff gefertigt wird.

Nicht nur bei Produkten, sondern auch bei Produktionsprozessen sind Unternehmen gefordert. Um Biomasse im großen Stil industriell nutzen zu können, müssen neue Verfahren und Maschinen entwickelt werden. Das heißt, traditionelle Branchen wie Maschinenbau oder Anlagenbau müssen für die Bioökonomie sensibilisiert und gewonnen werden.

Die BIOPRO sucht ausdrücklich den Kontakt zu Unternehmen aus Baden-Württemberg, die bereits in der Bioökonomie aktiv sind, oder die dieses Zukunftsfeld mit entwickeln wollen.

Unsere Kontaktdaten finden Sie unter der Rubrik „Service der BIOPRO - Ansprechpartner".

Unternehmensporträts

  • Fachbeitrag - 18.11.13

    Die Insilico Biotechnology AG aus Stuttgart gestaltet und optimiert biotechnologische Prozesse für die chemische pharmazeutische und Ernährungsindustrie. Das Unternehmen liefert Vorhersagen über das Verhalten von Zellen oder Organismen. Damit können die Entwicklungszeit für neue biotechnologische Prozesse verkürzt oder bestehende Prozesse optimiert werden. Das Unternehmen verfügt auch über eine weltweit einmalige Systembiologie-Plattform welche…

  • Fachbeitrag - 11.03.13

    Die Trenzyme GmbH in Konstanz bietet Dienstleistungen im Bereich Genomics und Proteomics an. Das Unternehmen hat sich auf Auftragsforschung und individuelle Services für Forschung und Entwicklung spezialisiert und arbeitet selbst an neuen sowie verbesserten Produkten und Verfahren. So wurde in jüngster Vergangenheit eine neue Methode zur schnellen Identifizierung von optimalen Expressionsbedingungen für rekombinante Proteine entwickelt.

Unternehmensgründungen im Bioökonomiebereich

  • Fachbeitrag - 18.04.11

    Algen sind vielseitige Wertstoff-Lieferanten. Die Bandbreite reicht von Kraftstoffen wie Biodiesel bis zu pharmazeutischen Wirkstoffen. Selbst Reststoffe aus der Produktion können noch verwertet werden: als Tierfutter. Das junge Stuttgarter Unternehmen breen biotec will die Algenproduktion mit neuartigen Reaktoren und Verfahren zu einer wirtschaftlich und technologisch tragfähigen Plattform ausbauen.

  • Fachbeitrag - 15.07.09

    Im deutschen Vergleich braucht sich die Universität Freiburg mit der Zahl ihrer angemeldeten und lizenzierten Patente nicht zu verstecken. Aber genügt es eine Idee einfach nur gewerberechtlich zu sichern und an ein Unternehmen zu verkaufen? Nein sagt Prof. Dr. Bernhard Arnolds von der Zentralstelle für Forschungsförderung und Technologietransfer der Universität Freiburg.

Aktuelles zu Bioökonomie-Unternehmen

  • Die Zukunft der Bioökonomie - 11.03.20

    Klima- und Umweltschutz, Ernährungssicherung und mehr Nachhaltigkeit: Viele der aktuellen Herausforderungen könnten stark von einer zukünftigen Bioökonomie profitieren. Dabei ist offen, wie eine solche bio-basierte Wirtschaft aussieht und wie der Weg dorthin gestaltet werden kann. Das Fraunhofer Projekt »Transformation-Bio« ging diesen Fragen nach und erforschte auch, was die Politik tun sollte, um eine Transformation zur Bioökonomie…

  • Pressemitteilung - 09.03.20

    Ab März 2020 werden die fünf Partner Tilia GmbH, GICON, France Biogaz Valorisation, Fraunhofer IGB und DBFZ im Großraum Paris eine Pilotanlage mit neuen Verfahren zur gemeinsamen Behandlung von organischen Restabfällen und Klärschlämmen errichten und betreiben. Wenn sich das Pilotprojekt bewährt soll ab 2025 eine industrielle Großanlage unter anderem bis zu 76.000 t organischer Reststoffe pro Jahr umweltgerecht zu Biogas und Dünger verarbeiten.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/bw/akteure/unternehmen