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Baden-Württemberg und seine Forscher

Die Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Land decken die gesamte Bandbreite an Forschungsthemen ab, die für die Bioökonomie wichtig sind: Dazu zählen insbesondere Agrarwissenschaft, Forstwissenschaft, Bodenkunde, Kunststofftechnologie, Werkstoffwissenschaften, Textiltechnik, Energie, Lebensmitteltechnologie, Wirtschaftswissenschaften, Chemie, Biologie, Biotechnologie, Ökologie, Ethik.

Baden-Württemberg hat 2012 auf Initiative des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) einen Strategiekreis Bioökonomie ins Leben gerufen. Im Strategiekreis waren Experten aus Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungsrichtungen vertreten, die eine Bestandsaufnahme für Baden-Württemberg im Bereich der Bioökonomie durchführten.

Sie analysierten Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für eine ganze Reihe von Aspekten der Bioökonomie. Der Strategiekreis schlug dem MWK drei Forschungsfelder vor, in denen die Bioökonomie im Land kurz-, mittel- und langfristig vorangetrieben werden soll.

Im Sommer 2013 beschloss das MWK das „Forschungsprogramm Bioökonomie Baden-Württemberg". Es setzt die vom Strategiekreis entwickelte Forschungsstrategie um und sieht sowohl Forschungsprojekte als auch strukturelle Maßnahmen vor. Das Programm ist auf fünf Jahre angelegt und wird vom MWK finanziert. Die Schwerpunkte liegen auf den Themen Biogas, Lignozellulose und Mikroalgen.

Aktuelle Forschungsthemen

  • Fachbeitrag - 02.04.2019

    Glyphosat in Pflanzenschutzmitteln wird in der Landwirtschaft weltweit seit Jahrzehnten eingesetzt, obwohl die gesundheits- und umweltschädliche Wirkung des Herbizids kontrovers diskutiert wird. Nun ist eine nachhaltigere Alternative in Sicht: Forscher der Universität Tübingen haben das Zuckermolekül 7-Desoxy-Sedoheptulose (7dSH) entdeckt, das Pflanzen und Mikroorganismen hemmt, aber für menschliche Zellen völlig ungefährlich zu sein scheint.

  • Fachbeitrag - 10.01.2019

    Im neuen Gentechnologiebericht zieht die interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften nicht nur Bilanz der gentechnologischen Entwicklungen in Deutschland während der letzten Jahrzehnte, sondern diskutiert auch die mit diesen Technologien in Zukunft verbundenen gesellschaftlichen, rechtlichen und ethischen Herausforderungen. Hohe Aktualität erhält der Bericht durch die Kontroverse um das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Crispr/Cas9-Genome-Editing.

Forscherporträts

  • Fachbeitrag - 04.07.2011

    Der Biologe Apl. Prof. Dr. Stefan Rensing von der Universität Freiburg hat den Einzug des Computers in die Lebenswissenschaften von Anfang an mitgestaltet. Mit seinen Genomanalysen in Moosen hilft er heute zum Beispiel eine wichtige Lücke zu schließen Wie wurde aus einer Alge eine Landpflanze?

  • Fachbeitrag - 29.06.2011

    Forschen für das Bücherregal ist Bernhard Eikmanns Sache nicht. Also sagte der Biologe den schwer kultivierbaren Mikroben seiner Promotion leichten Herzens Lebewohl und landete bei Corynebacterium glutamicum. Der Mikroorganismus lohnt nicht nur wissenschaftliche Beschäftigung. Mit Stämmen dieses keulenförmigen Bodenbakteriums produziert die Industrie auf fermentativem Weg Aminosäuren wie Glutamat und Lysin im Maßstab von Millionen Tonnen. L-Glutamat und Lysin werden wie fast alle 20 Aminosäuren, die für die Proteinsynthese benötigt werden, aus Zwischenstufen des Glucoseabbaus und des Zitronensäurezyklus gebildet.

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