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Baden-Württemberg und seine Unternehmen

Bioökonomie ist ein Modell nachhaltigen Wirtschaftens. Daher gibt es keine Bioökonomiebranche im klassischen Sinne. Es gibt jedoch Unternehmen in Baden-Württemberg, die bereits Biomasse als Rohstoffbasis einsetzen, und die Produkte entwickelt haben oder Prozesse entwickeln.

Die badenova AG & Co. KG produziert Bioerdgas auf Basis von Vatermais und umgeht damit den Teller-Tank-Konflikt, weil Vatermais nur zu Züchtungszwecken angebaut wird. Die TECNARO GmbH aus Ilsfeld/Auenstein bei Heilbronn hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich aus dem Holzstoff Lignin spritzgussfähige Kunststoffe sowie Faserwerkstoffe herstellen lassen. Diese Werkstoffe werden bereits in zahlreichen Produkten eingesetzt. Die fischerwerke GmbH & Co. KG haben einen Dübel im Angebot, der zum Teil aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Der Dübel wird aus einem Zweikomponenten-Nylon hergestellt. Eine der beiden Komponenten wird aus Rizinusöl produziert. Die Daimler AG setzt bei der A-Klasse eine Motorabdeckung ein, die ebenfalls aus einem teilbiobasierten Kunststoff gefertigt wird.

Nicht nur bei Produkten, sondern auch bei Produktionsprozessen sind Unternehmen gefordert. Um Biomasse im großen Stil industriell nutzen zu können, müssen neue Verfahren und Maschinen entwickelt werden. Das heißt, traditionelle Branchen wie Maschinenbau oder Anlagenbau müssen für die Bioökonomie sensibilisiert und gewonnen werden.

Die BIOPRO sucht ausdrücklich den Kontakt zu Unternehmen aus Baden-Württemberg, die bereits in der Bioökonomie aktiv sind, oder die dieses Zukunftsfeld mit entwickeln wollen.

Unsere Kontaktdaten finden Sie unter der Rubrik „Service der BIOPRO - Ansprechpartner".

Unternehmensporträts

  • Unternehmensporträt - 15.08.2018

    Mittels der sogenannten „carbotwin“-Technologie kann Biomasse bei gleichzeitiger Energiegewinnung karbonisiert und in zertifizierten Kohlenstoff umgewandelt werden, der dann wiederum als Ausgangsstoff für verschiedene Industriezweige eingesetzt werden kann (Verpackung, Landwirtschaft, Kosmetik etc.). Dass dies nicht nur umweltfreundlich, sondern auch wirtschaftlich rentabel ist, zeigt das Start-Up Carbonauten aus Giengen in Baden-Württemberg.

  • Fachbeitrag - 25.01.2018

    Ö-Klo ist ein Freiburger Start-up-Unternehmen, das Komposttoiletten vermietet und sich für die Verwertung von menschlichem Urin und Kot einsetzt. In Zeiten, in denen natürliche Rohstoffe wie Phosphor knapp zu werden drohen, sei die Wiederbelebung der natürlichen Stoffkreisläufe zwischen Boden, Pflanzen, Nahrung und Ausscheidung wichtig, meinen die Jungunternehmer von Ö-Klo.

Unternehmensgründungen im Bioökonomiebereich

  • Fachbeitrag - 23.03.2015

    Das neue Trend-Finanzierungsinstrument Crowdfunding ist derzeit in aller Munde, denn die sogenannte Schwarmfinanzierung eröffnet eine neue Möglichkeit, Geld zur Realisierung unterschiedlichster Projekte zu akquirieren. Das Finanzierungsmodell basiert auf der simplen Idee, mit dem Sammeln vieler Kleinbeträge die Summe für ein großes Projekt einzutreiben. Erstmals in Deutschland wird jetzt mit dem Wirkstoff RIBOXXIM eine klinische Studie über den…

  • Fachbeitrag - 01.12.2014

    Biogas hat sich als Alternative in der Energieversorgung etabliert. Die 7.850 Biogasanlagen in Deutschland - davon 858 in Baden-Württemberg - produzierten 2013 genug Biogas, um knapp sieben Prozent des deutschen Gesamtverbrauchs an Strom abzudecken. Martin Falger, Geschäftsführer der wusoa GmbH aus Stuttgart, erläutert im Gespräch mit Sanja Fessl (BIOPRO), warum er auf den Bau von Kleinbiogasanlagen setzt. Hierdurch wird das Spektrum von…

Aktuelles zu Bioökonomie-Unternehmen

  • Pressemitteilung - 30.08.2021

    Im Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie hat sich die Universität Hohenheim in Stuttgart dem Thema Bioökonomie mal von einer ganz anderen Seite genähert: Unter dem Titel „Bioökonomie – eine Reise in die Zukunftsliteratur“ hat Dr. Philipp Schönthaler Forschung und Literatur zusammengebracht. Der Schriftsteller hat für die Universität Hohenheim drei Themen aus der Bioökonomie literarisch interpretiert.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/bw/akteure/unternehmen