Powered by

BMBF: Innovative Pflanzenzüchtung im Anbausystem (IPAS)

Ziel der Förderinitiative "Innovative Pflanzenzüchtung im Anbausystem (IPAS)" der Bundesregierung ist es, biobasierte Produkte nicht nur für den Einsatz im Labor zu entwickeln, sondern in landwirtschaftlichen Betrieben und der bioökonomisch relevanten Industrie zur Anwendung zu bringen. Es bietet die Grundlage, das hierzu notwendige breite und langfristig orientierte Wissen zu entwickeln. Interessenten sind aufgerufen bis zum 31. Januar 2013 ihre Projektskizzen einzureichen.

In Zeiten einer stark wachsenden Weltbevölkerung und eines fortschreitenden Klimawandels ist der Aufbau einer ausreichenden und nachhaltigen Agrarproduktion eine zentrale globale Aufgabe. Um den Paradigmenwechsel von einer Erdöl- zu einer nachhaltigen biomassebasierten Wirtschaft zu ermöglichen, müssen zudem zusätzlich biomassebasierte Rohstoffe für die stofflich-industrielle und energetische Nutzung verfügbar gemacht werden. Daher sind Innovationen dringend notwendig.

Für eine nachhaltige Biomasseproduktion bedarf es Strategien und Produktionsformen, die wirtschaftlich rentabel, technisch effizient und ökologisch tragfähig sind. Um das bestmögliche Ergebnis zu erhalten, ist ein offener Wettbewerb unterschiedlicher Optionen notwendig.

Die Pflanzenzüchtung ist einer der Bereiche, aus denen zentrale Lösungsbeiträge erwartet werden. Die Implikationen der Nutzung pflanzenzüchterischer Innovationen müssen daher genau analysiert und in ihren sozialen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen erfasst werden. Dazu ist es notwendig die pflanzenzüchterischen Innovationen im Gesamtsystem umfassend zu betrachten. Hierzu soll die Förderinitiative "Innovative Pflanzenzüchtung im Anbausystem (IPAS)" im Rahmen der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 einen entscheidenden Beitrag leisten.

Untersuchungsgegenstand sind die Auswirkungen unterschiedlicher pflanzenzüchterischer Innovationen in verschiedenen Anbausystemen.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Landes- und Bundeseinrichtungen mit Forschungsaufgaben sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Deutschland, darunter insbesondere auch kleine und mittlere Unternehmen. Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Die Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. Die Laufzeit der geförderten Maßnahme ist projekt- und methodenabhängig und beträgt im Maximalfall 3+2 Jahre.

In der Vorphase zur Projektskizzenstellung wird das BMBF voraussichtlich Mitte November 2012 einen Informations- und Partnerfindungstag durchführen. Als Inhalte der Veranstaltung sind Hinweise zur Bekanntmachung, wie auch Beispiele bestehender Studien sowie eine Kooperationsbörse für das mögliche "Partnering" vorgesehen.
Der Veranstaltungsort wird in Berlin sein. Agenda und weitere Informationen zur Veranstaltung werden rechtzeitig veröffentlicht oder können beim Projektträger Jülich erfragt werden.

Das Antragsverfahren ist ein zweistufiges Verfahren. In der ersten Stufe sind Projektskizzen einzureichen. In diesen ist die Arbeitshypothese kurz zu skizzieren und die Systembeschreibung vorzunehmen.

An einer Förderung interessierte Verbünde sind aufgerufen bis zum 31. Januar 2013 eine Projektskizze, in einfacher kopierfähiger und gebundener Ausführung und zusätzlich in digitaler Form bei den zuständigen Ansprechpartnern des Projektträgers Jülich einzureichen.

Ansprechpartner:

Dr. Christiane Saeglitz
Fachbereich PtJ-BIO 6
Tel.: 02461/ 61 - 3265
Fax: 02461/ 61 - 2730
E-Mail: c.saeglitz(at)fz-juelich.de

Dr. Ramón Kucharzak
Fachbereich PtJ-BIO 6
Tel.: 030/ 20 199 - 3175
Fax: 030 20 199 - 470
E-Mail: r.kucharzak(at)fz-juelich.de

Glossar

  • Als Biomasse wird die gesamte Masse an organischem Material in einem definierten Ökosystem bezeichnet, das biochemisch – durch Wachstum und Stoffwechsel von Tieren, Pflanzen oder Mikroorganismen – synthetisiert wurde. Damit umfasst sie die Masse aller Lebewesen, der abgestorbenen Organismen und die organischen Stoffwechselprodukte.
  • Drastische Änderung eines bisher vorhandenen Denkmusters. Durch die Änderung wird eine völlig neue Grundlage für die Wissenschaft und die Forschung geschaffen. In der Biologie wird zum Beispiel die Evolution als Paradigmenwechsel zur Schöpfung angesehen.
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung
Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/de/fachbeitrag/pm/bmbf-innovative-pflanzenzuechtung-im-anbausystem-ipas/