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Umweltanalytik

Die Natur liefert die stoffliche Basis der Bioökonomie. Präventiver und produktionsintegrierter Umweltschutz wird deshalb im Zuge der Bioökonomie noch mehr an Bedeutung gewinnen. Leistungsfähige Analytiksysteme, die im Prozess oder im Feld eingesetzt werden können, geben Auskunft über Boden-, Luft- und Wasserqualität. Für die Bioökonomie sind Umweltanalytik und Umweltmonitoring unverzichtbar.

  • Fachbeitrag - 12.03.12

    Jedes Jahr sterben Millionen Vögel durch den Aufprall an spiegelnden oder transparenten Glasscheiben. Der Baden-Württemberger Dr. Roland Kolbe hat sich des Problems angenommen und zwei Produkte zum Vogelschutz entwickelt. Er machte sich dabei die unterschiedliche Sehphysiologie von Mensch und Vogel zunutze. Beide Produkte warnen Vögel vor dem gläsernen Hindernis ohne dabei die Sicht für den Menschen zu behindern und sind demnach eine echte Alternative zur wirkungsarmen schwarzen Greifvogel-Silhouette.

  • Fachbeitrag - 13.02.12

    Als erste Landpflanzen mussten sie sich physiologisch an allerlei Feindliches anpassen – Moose sind eine Quelle für Moleküle, die zum Beispiel gegen Mikroorganismen, Austrocknung und andere Stressfaktoren helfen. Das Potenzial der Grünlinge für die Pharma-, Agrar-, Lebensmittel- oder Kosmetikindustrie ist indes so vielfältig wie unerschlossen. Die Emcid Biotech GmbH aus Freiburg entwickelt eine Plattform für die Identifizierung, Erschließung und industrielle Nutzung von Naturstoffen und Enzymen aus niederen Pflanzen mit besonderem Fokus auf die ersten grünen Landgänger. Die Firmengründer haben sich das gut überlegt, bringen Erfahrung mit und wachen über einen besonderen Schatz.

  • Fachbeitrag - 28.11.11

    Der wichtigste Rohstoff des Menschen ist das Trinkwasser. Aber von den 1,4 Milliarden Kubikkilometern Wasser auf der Erde sind nur 0,0001 Prozent leicht zugängliches Trinkwasser. Deshalb ist es wichtig Abwasser zu reinigen, bevor es dem Trinkwasserkreislauf wieder zugeführt wird. Alleine in Stuttgart werden pro Stunde bis zu 27 Millionen Liter Abwasser in Kläranlagen gereinigt. Dabei werden bis zu 95 Prozent der organischen Stoffe entfernt. Wissenschaftler sehen in den Kläranlagen aber nicht mehr nur reine Abwasserreinigungssysteme, sondern Potenzial für weitere Aufgaben. So wird neben einer vollständigeren Reinigung auch erforscht, ob sich beispielsweise Düngemittel oder Wasserstoff mit Hilfe des Klärungsprozesses gewinnen lassen.

  • Fachbeitrag - 07.03.11

    Anlagen für Trinkwasseraufbereitung, Kanülen von Kathetern oder Körperimplantate – Mikroorganismen suchen sich manchmal wahrlich unpassende Lebensräume. Sie wieder loszuwerden kann schwierig sein, denn die Lebenskünstler bilden bakterielle Gemeinschaften, die hervorragenden Schutz vor zum Beispiel UV-Strahlen, Desinfektionsmitteln oder Antibiotika bieten. Wie diese sogenannten Biofilme aufgebaut sind und wie die darin lebenden Organismen auf Angriffe von außen reagieren, untersucht die Arbeitsgruppe von Dr. Thomas Schwartz vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Methoden der Mikro- und Molekularbiologie enthüllen das Bild von gut organisierten und komplexen Lebensgemeinschaften. Wie reagieren die Kolonisten auf Stress? Und haben sie potenzielle Schwachstellen?

  • Fachbeitrag - 04.03.11

    Sequenzanalysen kompletter Genome sind mittlerweile auch für die Algenforschung unentbehrlich geworden. Ihre Ergebnisse geben Aufschluss über die Evolution der unterschiedlichen Algengruppen. Sie tragen zum Verständnis der molekularen Anpassungsmechanismen an den Klimawandel bei und erschließen ein Potenzial an neuen wirtschaftlich wichtigen Produkten und Technologien.

  • Fachbeitrag - 22.02.11

    Bakterien und Mikroalgen scheiden am Grund von Gewässern Substanzen aus, die das Sediment verfestigen. Dadurch stabilisieren sie aquatische Ökosysteme. Welche Arten in welcher Weise mitwirken, erforschen Wissenschaftler der Uni Stuttgart. Ein Schwerpunkt ist der Einfluss von Fremdsubstanzen auf die Aktivität der Kleinstlebewesen.

  • Fachbeitrag - 20.12.10

    Toxaphen ist ein Gift-Cocktail aus mehr als 1.000 verschiedenen halogenierten Verbindungen. Im Westen ist das Insektizid seit Anfang der 70er-Jahre verboten, Äcker im Ostblock wurden noch bis in die 90er-Jahre hinein damit gespritzt. Gewaltige Altlasten – ausgebracht oder an maroden Lagerplätzen – belasten heute noch die Umwelt. Forscher der Uni Hohenheim analysieren die komplexe Substanz und suchen wirtschaftliche Lösungen zum Abbau – mikrobiologisch und abiotisch.

  • Fachbeitrag - 20.12.10

    Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) als Bestandteil von Feinstäuben in unserer Umwelt sind Thema eines Netzwerkes von Instituten und Forschungseinrichtungen nicht nur in Deutschland. Die Wirkungen der PAK und anderer toxischer Bestandteile von Stäuben auf die Gesundheit von Mensch und Tier ist noch nicht ausreichend bekannt. Relativ gut definiert ist aber ihr Beitrag bei der Entstehung von Lungenerkrankungen wie Asthma und anderen chronischen Atemwegserkrankungen sowie der Bildung von Krebs in den Atemwegen. Die AG Human- und Umwelttoxikologie der Universität Konstanz ist dabei, neue Methoden zur Bewertung der Wirkung von mit Umweltgiften belasteten Feinstäuben zu etablieren, um mögliche Folgen für Mensch und Tier zu untersuchen.

Seiten-Adresse: https://www.biooekonomie-bw.de/fachbeitrag/umweltanalytik